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Rapid-Coach Barisic lässt um 4.30 früh trainieren

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:49

Für Rapid beginnt das diesjährige Europacup-Abenteuer wie 2012 mit einer Reise nach Griechenland. Die Hütteldorfer treffen am Donnerstag im Drittrunden-Hinspiel der Qualifikation für die Fußball-Europa-League auswärts auf Asteras Tripolis. Nach den bösen Fan-Ausschreitungen gegen PAOK Saloniki im Vorjahr darf diesmal nichts passieren. Rapid würde sonst Gefahr laufen, aus der Europa League ausgeschlossen zu werden.

Wegen den Skandalszenen beim Match in Thessaloniki 2012 schwebt immer noch das Damoklesschwert über Rapid. Falls sich die Fans etwas zu Schulden kommen lassen - provoziert oder nicht - droht ein hartes Durchgreifen der UEFA.

Die Gefahr, dass PAOK-Hardliner wegen einer Neuauflage der Randale die innergriechische Fahrt nach Tripolis auf sich nehmen könnten besteht. 400 Rapid-Fans sind am Dienstag mit der Mannschaft Richtung Peloponnes aufgebrochen. Rapids verantwortlichen rechnen nicht mit Ausschreitungen.

Barisic: "Unser Weg stimmt"

Gegen den Dritten der abgelaufenen griechischen Meisterschaft - im anschließenden Play-off um die Europacup-Plätze landete der Club auf Rang vier - muss sich Rapid eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 8. August im Hanappi-Stadion erkämpfen.

Trainer Zoran Barisic trat den Griechenland-Trip mit einer großen Portion Zuversicht an. "Wir wissen, dass wir eine gute Mannschaft haben. Der eingeschlagene Weg stimmt. Wir haben Qualität im Kader, die Burschen wollen sich weiterentwickeln und zeigen das jeden Tag im Training", schwärmte der Wiener von seinen Kickern.

Griechen nicht im Rhythmus

Allzu sehr will der Rapid-Betreuer die Qualität des Gegners deshalb nicht hervorheben. "Wir müssen uns auf unsere eigenen Stärken konzentrieren." Seiner Mannschaft dürfte zugutekommen, dass die griechische Meisterschaft für Asteras erst am 18. August beginnt, während Rapid bereits drei Pflichtspiele in den Beinen hat. "Der späte Start in Griechenland könnte ein Vorteil für uns sein. Aber darauf dürfen wir uns nicht verlassen, sondern müssen auf uns schauen. Wir sind auf jeden Fall im Rhythmus."

Einen echten Favoriten gibt es laut Barisic nicht. "Ich gehe davon aus, dass es eine knappe Angelegenheit mit einem völlig offenen Ausgang wird", vermutete der Ex-Teamspieler. "Wichtig wird sein, dass wir hungrig sind und unbedingt weiterkommen wollen, aber auch vor dem Gegner Respekt haben."

Barisic schindet die Rapid-Kicker mit Morgensport

Ungewöhnlich ist der Trainingsplan von Rapid im Anschluss an die Partie. Die Wiener fliegen unmittelbar nach dem Spiel zurück, nach der erwarteten Ankunft um 2.55 Uhr in Schwechat geht es aber für die Spieler nicht ins Bett, sondern ins Trainingszentrum im Prater. Barisic hat um voraussichtlich ca. 4.30 Uhr eine regenerative Trainingseinheit angesetzt.

Sollte Rapid der Aufstieg gelingen, wären die Hütteldorfer mit großer Wahrscheinlichkeit erstmals in einem Europa-League-Play-off gesetzt.

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