Mit der Moralinjektion aus dem Sieg im Wiener Fußball-Derby nimmt Rapid am Samstag das Heimspiel gegen Schlusslicht Admira in Angriff. Der erste volle Erfolg über die Austria nach zehn erfolglosen Versuchen lässt die Hütteldorfer Herzen noch immer höherschlagen, auch wenn Trainer Zoran Barisic vor übertriebener Euphorie warnte. "Wir freuen uns irrsinnig über diesen Sieg, aber ob es dadurch einen Schub geben wird, wird man erst sehen."
Mit der Moralinjektion aus dem Sieg im Wiener Fußball-Derby nimmt Rapid am Samstag das Heimspiel gegen Schlusslicht Admira in Angriff. Der erste volle Erfolg über die Austria nach zehn erfolglosen Versuchen lässt die Hütteldorfer Herzen noch immer höherschlagen, auch wenn Trainer Zoran Barisic vor übertriebener Euphorie warnte. "Wir freuen uns irrsinnig über diesen Sieg, aber ob es dadurch einen Schub geben wird, wird man erst sehen."
Auf den Derby-Lorbeeren dürfe man sich gegen die Südstädter allerdings nicht ausruhen, warnte der Wiener. "Die Admira hat zuletzt gut gespielt und ist eine Mannschaft, die sich nicht hinten reinstellt. Deswegen wird es keine leichte Aufgabe, doch wir sind gut drauf und wollen unbedingt gewinnen, um den Anschluss nach oben nicht zu verlieren", meinte der Coach des seit drei Runden ungeschlagenen Tabellendritten, der gegen die Admira zuletzt am 29. März 2006 (0:1) eine Heimniederlage kassierte.
Zuversicht schöpft Barisic auch aus der immer besser werdenden Personalsituation. Zwar fehlt Marcel Sabitzer wegen einer Sperre, dafür kehrt Guido Burgstaller wieder zurück. Michael Schimpelsberger war bereits bei den Amateuren im Einsatz, und der Genesungsprozess von Deni Alar schreitet voran. "Wir werden ihn nicht unter Druck setzen, sondern geben ihm Zeit, damit er wieder topfit einsteigen kann", meinte Barisic.
RB Salzburg trifft auf Sturm Graz
Er läuft und läuft und läuft. Der Motor von Tabellenführer Red Bull Salzburg scheint nicht ins Stottern zu kommen. Auch im Derby gegen Überraschungsaufsteiger Grödig (3:0) oder im Favoriten verschlingenden Cup (7:1 gegen Kapfenberg) war Österreichs dominierendes Team zuletzt nicht zu stoppen - im Heimspiel der 14. Bundesligarunde am Samstag (19.30 Uhr) soll sich daran nichts ändern. "Wir wollen in der Tabelle weiter voranmarschieren", lautet die unmissverständliche Vorgabe von "Bullen"-Trainer Roger Schmidt.
Eines jedenfalls ist klar: Mit einer Doppelbelastung Bundesliga - Europa League hat Salzburg nicht zu kämpfen. Verschleiß- oder Müdigkeitserscheinungen sind derzeit nicht zu erkennen. "Mit den Erfolgen regeneriert man schneller", betonte Schmidt. "Die Mannschaft ist mental in einem guten Zustand und sprüht geradezu vor Spielfreude. Meine Spieler genießen jedes Spiel. Wir haben jetzt weniger Trainingszeit, aber dafür hat die Mannschaft taktisch ein gutes Fundament", meinte der Deutsche, der auf den nach der fünften Gelben Karte gesperrten Flügelflitzer Sadio Mane verzichten muss.
Dass seine Elf derzeit auf einer darartigen Erfolgswelle reitet und zu einer wahren Torfabrik geworden ist, hat laut Schmidt mehrere Gründe. Erstens: "Die pure Spielfreude." Zweitens: "Wir spielen Fußball, weil es die schönste Sache der Welt ist." Drittens: "Meine Spieler sind nie zufrieden." Viertens: "Sie können ein extrem hohes Tempo gehen." Fünftens: "Sie haben die Disziplin, defensiv gut zu arbeiten."
Mögliche Aufstellungen:
Rapid: Novota - Trimmel, Sonnleitner, Dibon, Schrammel - Petsos, Boskovic - S. Hofmann, Schaub, Burgstaller - Boyd
Ersatz: Radlinger - Pichler, Palla, Behrendt, Wydra, Pavelic, Starkl
Es fehlen: Sabitzer (gesperrt), Alar (im Aufbautraining), Schimpelsberger (am Donnerstag bei den Amateuren im Einsatz)
Admira: Leitner - T. Weber, Drescher, Schösswendter, Auer - Toth - Schick, Thürauer, Schwab/Rusek, Sax - Ouedraogo
Ersatz: Kuttin - Ebner, Pranjic, Mikus, Rivera, R. Schicker
Es fehlen: Katzer, Schachner, Zwierschitz (alle verletzt), Windbichler (gesperrt)
Fraglich: Schwab (Leistenprobleme)
Salzburg: Gulacsi - Schwegler, Schiemer, Hinteregger, Ulmer - Ramalho, Ilsanker - Kampl, Leitgeb, Berisha - Alan
Ersatz: Walke - Teigl, Nielsen, Meilinger, Reyna, Svento, Lazaro
Es fehlen: Mane (gesperrt), Soriano (nicht vollfit), Klein (Schulterverletzung), Vorsah (Kreuzbandriss), Hierländer (Knieverletzung), Rodnei (Adduktorenprobleme)
Sturm: Pliquett - Hölzl/Hütter, Madl, Vujadinovic, Klem - Hadzic, T. Kainz - Wolf, Kröpfl, F. Kainz - Beric
Ersatz: Gratzei - Schmerböck, Sittsam, Ranftl, Schloffer, Pfingstner
Es fehlen: Djuricin, Kaufmann, Todorovski, Ehrenreich (alle langzeitverletzt), Dudic (Gehirnerschütterung), M. Weber (Muskelfaserriss), Beichler (Zehenbruch), Offenbacher (gesperrt)
Fraglich: Hölzl (Rückenprobleme)
(APA/red)