Rapid-Flitzer mit Tickets von Austrianer beim Derby

Zwei Flitzer verhinderten im Wiener Derby einen möglichen Last-Minute-Sieg der Veilchen. Nun ist klar: Sie ergatterten die Tickets über einen Austria-Kicker.

92. Spielminute, die Stimmung ist nach Fan-Ausschreitungen und den Toren von Christoph Monschein (62.) und Dejan Ljubicic (64.) längst aufgeheizt. Die Schlussminuten des Skandal-Derbys in Hütteldorf sind angebrochen. Die Austria mobilisiert die letzten Kraftreserven, setzt zum Konter an. Der Ball wird auf die rechte Seite verlagert – Überzahlsituation! Plötzlich ertönt ein Pfiff.

Flitzer verhindern Chance



Schiedsrichter Rene Eisner muss den vielversprechenden Angriff der Wiener Austria abbrechen. Zwei Flitzer mischen sich unter die Spieler. In ziviler Kleidung, ohne erkennbare Fan-Utensilien, laufen zwei Junge Männer mit einem Lächeln im Gesicht über den Rasen. Es folgt eine Umarmung für Rapid-Torschützen Ljubicic. Die große Chance für die Austria ist dahin. Es bleibt beim 1:1.

Die Veilchen sind aufgebracht. In Hälfte eins stand das Derby bereits kurz vor dem Abbruch. Spielmacher Raphael Holzhauser wurde bei einer Ecke vor dem Block West mit Feuerzeugen und Jägermeister-Flaschen beworfen, mehrfach getroffen. Nun stehlen zwei Chaoten den Kickern mit ihrem unerlaubten Ausflug auf die Spielfläche die Show, den Gästen den möglichen Sieg.

Strafen für Flitzer



Die Täter kennen ihre Strafe, zumindest den ersten Teil davon. Beide wurden von Rapid mit einer zweijährigen Stadionsperre belegt. Sollte die Bundesliga eine Geldstrafe aussprechen, erwartet die beiden aber ein Donnerwetter. Rapid kündigte im Falle einer Geldstrafe eine Regressforderung an.

Tickets von Austria-Verteidiger



Drei Tage nach dem Spiel ist nun auch klar, wie die Flitzer zu ihren Derby-Tickets gekommen sind. Der "Kurier" deckte auf, dass ihre Karten aus dem Austria-Kontingent stammen. Der Klub beanspruchte am Sonntag 50 Tickets für sich, die den Spielern und Sponsoren zur Verfügung gestellt wurden – eine übliche Vorgehensweise.

Zwei Tickets gingen an Alexandar Borkovic, den jungen Verteidiger der Veilchen. Weil seine zwei Bekannten kurzfristig ausfielen, fanden die Karten ihren Weg zu den späteren Tätern.

Die Austria stellte klar, dass die zwei "Fans" keinerlei Bezug zur Austria hätten und auch Borkovic sie nicht kenne, nicht in der Verantwortung stehe. (Heute Sport)

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