Am Sonntag (17 Uhr) steigt in Favoriten das 348. Derby zwischen der Austria und Rapid – erstmals seit den heftigen Ausschreitungen im September 2024 wieder mit Auswärtsfans.
1.600 Grün-Weiße haben sich angekündigt. Droht neuer Ärger? "Wir vertrauen unserer Elf am Rasen, dass bei uns im Block gute Stimmung herrscht", sagt Rapid-Geschäftsführer Steffen Hofmann zu "Heute". "Alles, was wir als Klub tun können, haben wir getan. Wir sind in ständigem Austausch mit der aktiven Szene."
Fakt ist: Kommt es erneut zu Verfehlungen, winken heftige Strafen. "Aufgrund der sportlichen Situation ist die Lage sehr angespannt, so ehrlich muss man sein", gesteht die Klub-Ikone. "Ich denke aber nicht, dass jemand nur ins Stadion fährt, um uns zu schaden. Die Gefahr ist einfach, dass die Emotionen überkochen. Ich hoffe, dass wir ein gutes Spiel machen und alles im Rahmen bleibt."
Der erste Rapid-Sieg seit elf (!) Partien würde die Lage freilich entschärfen. Gelingt die Trendwende? "Ich war im Derby oft der Underdog und dann kam alles anders. Ich bin sehr gespannt", sagt Hofmann, der sich an seine aktive Zeit erinnert. "Ich habe es geliebt, Derbys zu spielen, auch wenn es in Favoriten nicht immer lustig war."
Der 45-Jährige überlegt, seine Erfahrungen weiterzugeben: "Ich werde am Sonntag mit dem Mannschaftsbus ins Stadion fahren und dem Team vielleicht kurz sagen, worum es geht."
Denn aus sportlicher Sicht heißt es "verlieren verboten". Die Hütteldorfer liegen vier Runden vor der Punkteteilung auf Rang sechs, nur dank der besseren Tordifferenz vor Ried. Die "Veilchen" haben drei Zähler mehr und sind Vierter.