Rapid fehlen auch ohne Corona-Krise die Millionen

Im November des abgelaufenen Jahres präsentierte Rapid den Geschäftsbericht für die Saison 2018/19: Rekordumsatz von 50 Millionen Euro, Steigerung des Eigenkapitals auf 15 Millionen! Drei Monate später schlugen die Hütteldorfer zu Beginn der Corona-Krise als einer der ersten Bundesligisten Alarm.

"Uns droht ein wirtschaftlicher Schaden von bis zu sechs Millionen Euro. Ohne Unterstützung der öffentlichen Hand wird es dramatisch", so Geschäftsführer Christoph Peschek.

Wie gibt's das? Weil die finanzielle Lage bei Grün-Weiß bereits vor Corona alles andere als Rosarot war, wie "Heute"-Recherchen ergaben. Tatsächlich klafft beim Rekordmeister in der aktuellen Saison ein Geldloch von bis zu 15 Millionen Euro.

6,5 Millionen fehlen durch das Verpassen des Europacups. Das schmerzt umso mehr, als das nationale Geschäft ein Minus von bis zu fünf Millionen mit sich bringt.

3,5 Millionen fehlen durch einen Vorgriff bei einem der Top-Geldgeber.

1,8 Millionen fehlen durch den Ausstieg eines Sponsors.

2 Millionen müssen für Rückzahlungen im Zuge des Stadionneubaus getätigt werden.

1 Million fehlt durch Verluste bei Logen und Hospitality.

Das alles führte dazu, dass die Liquidität im Herbst zeitweilig nur mühsam gegeben war, mit Einnahmen aus Spielerverkäufen Löcher gestopft wurden. Vor allem die 3,3 Millionen für Boli Bolingoli waren lebenswichtig.

Problem: Im kommenden Sommer kann Rapid aufgrund der Corona-Krise auf keine Millionen-Transfers hoffen.

Mit der angepeilten Kurzarbeit will Rapid den Schaden begrenzen. Die Geschäftsführung verzichtet auch auf Teile ihres Gehalts. Wie viel, wollte der Klub auf "Heute"-Nachfrage nicht sagen.

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