Rapid jubelt, aber "Rot hat schon sehr geholfen!"

Rapid jubelt über den ersten Sieg gegen Salzburg seit August 2015. Der Ausschluss von André Ramalho brachte die Grün-Weißen auf die Siegerstraße.

Rapid hat zum ersten Mal seit August 2015 gegen Salzburg gewonnen. Beim 2:0-Sieg der Hütteldorfer gegen die Bullen stand eine Szene im Mittelpunkt: Der Ausschluss von André Ramalho hat das Spiel wohl entschieden, das sahen auch die Akteure so.

"Wir haben trotz Überzahl nicht übermütig gespielt und waren dann vorne clever. Vor allem defensiv war es eine starke Leistung, mehr als ein paar Halbchancen haben wir nicht zugelassen. Nach dem 1:0 ist die Sicherheit dazugekommen, da wussten wir schon, dass wir es packen können. Das Ergebnis gibt uns sehr viel Schub für die letzten drei Spiele, es wird nicht einfach, aber wir brauchen das Punktemaximum, dann brauchen wir nicht rechnen", jubelte Kapitän Stefan Schwab.

Mit seinem 2:0 sicherte der Rapid-Kapitän den grün-weißen Sieg: "Es ist wunderschön für uns, wir haben Salzburg zum ersten Mal seit langer Zeit geschlagen. Die drei Punkte bringen uns voll zurück in den Kampf um die Meisterrunde."

"Rote Karte hat uns geholfen"

Veton Berisha - Torschütze zum 1:0 - sah ebenfalls den Ausschluss als Knackpunkt: "Der Sieg war extrem wichtig, wir müssen aber auch die nächsten drei Spiele gewinnen. Wir haben gut gekämpft und sind als Mannschaft aufgetreten, vor allem die zweite Hälfte war stark. Die Rote hat auch mitgeholfen, danach hatten wir mehr Räume und haben zwei Tore gemacht."

"Grundsätzlich haben wir das meiste gut gemacht. Mit Leidenschaft haben wir das wettgemacht, wo sie Vorteile haben. Wir haben gegen eine absolute Top-Mannschaft gewonnen, das war nicht so einfach. Wir haben den Sieg gebraucht, das war unheimlich wichtig. Das sollte schon Kräfte bei uns freisetzen. Salzburg war zwar die bessere Mannschaft, wir haben am Ende aber verdient gewonnen", analysierte Rapid-Coach Didi Kühbauer.

"Rapid hat zwei Tore gemacht, wir keines"

Bei den Salzburgern herrschte ein wenig Ernüchterung nach der ersten Liga-Pleite. Trainer Marco Rose: "Rapid hat zwei Tore geschossen, wir keines. Wir sind im Kollektiv dran schuld. Die Leistung war zwar nicht schlecht, wir haben aber zu viele einfache Ballfehler gemacht. Wir haben mutig gespielt und hatten sie im Griff. Die rote Karte hat es uns in der speziellen Situation schwer gemacht. Aber wir schauen nach vorne, es geht gleich wieder weiter. Die Niederlage wird uns nicht umwerfen, nächste Woche sollen wieder drei Punkte mit vollem Tank her."

Stefan Lainer lobte die giftigen Rapidler: "Es hat der letzte Wille bei uns gefehlt. Es war zu wenig von uns, die Intensität am Donnerstag war extrem hoch. Das hat uns heute gefehlt. Rapid wollte den Sieg mehr erzwingen, sie haben das besser gemacht und sind der verdiente Sieger. Der Ausschluss hat uns natürlich auch nicht geholfen, das war ärgerlich. Wir haben das Spiel vielleicht auch zu sehr auf die leichte Schulter genommen. Rapid ist ein sehr guter Gegner mit sehr viel Qualität."

(Heute Sport)

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