Bei Rapid Wien herrschte nach dem 4:0-Sieg gegen den WAC die große grün-weiße Erleichterung. Auch wenn der Vorsprung zum Abstiegsplatz nicht größer geworden ist, freuten sich die Spieler darüber, endlich wieder ein überzeugendes Spiel abgeliefert zu haben.
"Es ist für uns eine große Erleichterung, aber es heißt für uns diese Leistung Woche für Woche zu bestätigen. Die zwei schnellen Tore haben uns die Räume geöffnet, aber wie wir heute gespielt haben, das war endlich wieder richtig leiwand anzuschauen", strahlte der junge Maxi Wöber, der eine tolle Leistung bot.
Wöber hatte auch gleich eine Kampfansage in Richtung Salzburg parat: "Mit dieser Leistung haben wir im Abstiegskampf nichts verloren. Aber die Schwankungen müssen aufhören, dann haben wir damit absolut nichts zu tun. Wir wollen natürlich nächste Woche verhindern, dass Salzburg genau gegen uns die Meisterschaft holt. Vielleicht versuchen wir auch die ein oder andere Sache schon im Hinblick auf das Cup-Finale."
Schwab: "Müssen unseren Polster halten"
"Wir sind uns im Hinblick auf den Abstiegskampf bewusst, wo wir stehen. Es war sehr wichtig, dass wir gewonnen haben, weil auch die Konkurrenz gut gepunktet hat. Es sind noch vier Runden zu spielen, leider geht's für uns nur noch darum, dass wir nicht mehr unten rein rutschen. Jetzt wartet das schwierigste Ligaspiel der Saison auf uns, wir wollen aber auch gegen Salzburg punkten. Dann haben wir noch zwei direkte Konkurrenten vor uns, unseren Polster müssen wir halten, es ist noch nicht vorbei für uns", erklärte Stefan Schwab, der Rapid wieder als Kapitän aufs Feld führte.
Seinen abschließenden Treffer zum 4:0 wollte Schwab nicht überbewerten: "Die beiden frühen Tore waren wichtig für uns, das hat uns Selbstvertrauen gegeben. Wir haben mit unseren beiden Stürmern dagegen gehalten, Kvilitaia und Jelic waren auch mit dem Rücken zum Tor sehr stark, wir haben unseren Matchplan gut umgesetzt. Aber in der Phase in der wir stecken, kann immer etwas passieren, das war diesmal zum Glück nicht der Fall. Für mich persönlich ist das 4:0 gar nicht wichtig. Da ist es eigentlich egal, ob es 3:0 oder 4:0 ausgeht. Ich hoffe, dass ich auch noch ein wichtigeres, entscheidendes Tor in der Saison machen kann."
Djuricin will Salzburg-Meisterparty crashen
"Der Spielverlauf hat uns klar in die Karten gespielt. Wir haben gut gepresst und super zugestellt. Uns ist sehr viel aufgegangen, auch taktisch. Bis auf zehn gute Minuten vom WAC waren wir überlegen, daher geht der Sieg auf jeden Fall in Ordnung. Wir wissen wie die Tabelle ausschaut, daher war das nicht mehr, als ein kleiner Schritt nach vorne."
Auch Gogo Djuricin will Salzburg die Meisterparty vermiesen: "Wir wollen nächste Woche den Salzburgern zeigen, dass wir ihnen den Titel nicht einfach so schenken wollen und dort auch mindestens einen Punkt holen. Es ist für uns viel schlecht gelaufen in der Saison, aber ich glaube wir haben es endlich geschafft, dem Team wieder ein bisschen mehr defensive Sicherheit zu geben. Dann kommt auch die offensive Spielfreude wieder!" (pip)