Rapid-Legenden fordern: "Lasst Mitglieder wählen!"

Hans Krankl
Hans KranklBild: GEPA-pictures.com
Am 25. November wird der neue Rapid-Präsident gewählt. Vor der Entscheidung, ob beide Listen zur Wahl zugelassen werden, appellieren die Legenden für eine Mitglieder-Wahl – und Schmid als Sieger.
Der Wahlkampf geht auf die Zielgerade. Bei der Hauptversammlung am 25. November geht es bei Rapid um die Nachfolge von Präsident Michael Krammer. Ob es zu einer "Kampfabstimmung" zweier Listen kommt, oder durch das Wahlkomitee einer der beiden Kandidaten im Vorfeld ausgeschlossen wird, entscheidet sich Anfang kommender Woche.

Jetzt melden sich die Rapid-Legenden zu Wort. Sie vertreten eine klare Meinung: "Lasst die Mitglieder entscheiden!" Die Legendensind in diesem Fall: Ernst Dokupil, Herbert Feurer, Kurt Garger, Christian Keglevits, Michael Konsel, Hans Krankl und Peter Pacult.

In einem offenen Brief sprechen sie sich für eine demokratische Wahl der Mitglieder aus. Da würde heißen, dass das sechsköpfige Wahlkomitee beide Listen zulässt. Die Kandidaten Martin Bruckner und Roland Schmid dürften dann ihr Konzept öffentlich vorstellen.

Das Komitee ist ein Gremium aus sechs Personen. Krammer vertritt das derzeitige Präsidium, vom Kuratorium wurden Susanne Schicker und Werner Muhm entsandt. Die drei Mitgliedervertreter sind Jürgen Hampel, Herbert Kretz und Helmut Mitter. Ihr ursprüngliches Ziel war es - das wurde offen kommuniziert - eine "Best of"-Liste zu finden, die "Kampfabstimmung", wie es Krammer ausdrückt, zu vermeiden.

Alle weiteren Infos zur Wahl, zum Prozedere und vor allem zu den Hintergründen findet ihr hier. Auch, welchen Einfluss die mächtigen Fans haben, für was die Kandidaten stehen.

Offener Brief der Legenden (im Originalton)



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Rapid-Legenden beziehen Stellung im SCR-Wahlkampf


Wenn sich sieben Rapid-Legenden zusammen tun, dann geht's diesmal nicht nur um Sportliches, sondern um die bevorstehende Ordentliche Hauptversammlung am 25. November. "Lasst die Mitglieder frei wählen. Es kann nicht sein, dass nur eine Liste zugelassen wird. Wir wollen Fairplay im Rapid-Präsidentschafts-Wahlkampf", fordern die SCR-Meistermacher Ernst Dokupil und Peter Pacult sowie die Ex-Internationalen Kurt Garger, Herbert Feurer, Christian Keglevits, Michael Konsel und Hans Krankl. Zusammen haben sie 1.445 Pflichtspiele für den Sportklub Rapid absolviert, dazu noch 555 Spiele als Trainer. Macht in Summe 2.000 – dazu Titel wie "Rapidler des Jahrhunderts", "Rapid-Goalie des Jahrhunderts" usw.

Die gemeinsamen Anliegen der sieben Legenden:

"Lasst die Mitglieder am 25. November frei wählen", betont Ex-Meistermacher Ernst Dokupil. "Ein Durchwinken von einer Liste passt nicht zu einem Mitglieder-Verein wie Rapid", sagt Ex-Goleador Hans Krankl. "Wir sind für klare Verhältnisse und Transparenz. Die Statuten schließen die Kandidatur von mehreren Kandidaten nicht aus. Lasst die Mitglieder entscheiden!", empfiehlt der vierfache Ex-Meister Herbert Feurer.

"Uns ist daran gelegen, dass die gespaltene Rapid-Familie wieder geeint wird, um die Kräfte bündeln zu können", stellt Christian Keglevits klar. "Der neue Präsident soll sich vorrangig um strategische Belange kümmern und für ein offenes Gesprächsklima und ein konstruktives Arbeitsklima sorgen. Es braucht ein konstruktives Miteinander mit ÖFB, Bundesliga und anderen Klubs", formuliert der 2-fache Europacup-Finalist Michael Konsel.

"Der Rapid-Nachwuchs soll das werden, was er jahrzehntelang war: federführend! Und das wird nur mit einer nachhaltigen, leistungsstarken Akademie funktionieren", fordert Ex-Meister-Trainer Peter Pacult stellvertretend für alle sieben Legenden. "Ohne zusätzliche Millionen, ohne Investoren wird man dieses Projekt nicht zu 100 Prozent durchbringen. Das muss Priorität genießen!"

"Der Klub braucht finanzielle Unabhängigkeit", formuliert Kurt Garger. "Die Liste Roland Schmid erfüllt diese Voraussetzung. Er hat unsere Unterstützung. Er bringt das notwendige wirtschaftliche Know-How, die Handschlagqualität mit."

Noch sind's mehr als 3 Wochen bis zur Ordentlichen Hauptversammlung. Wer zugelassen wird, soll Anfang November bekanntgegeben werden.



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