Sport

Rapid mit Aufwind gegen Derby- Negativserie

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:49

Nach erfolgreichen Auftritten im Fußball-Europacup steht für Rapid und Austria das 306. Wiener Fußball-Derby unmittelbar vor der Türe. Die Hütteldorfer kämpfen am Sonntag (16.30 Uhr) vor eigenem Publikum gegen das Ende einer Negativserie im Prestigeduell und dürfen sich aufgrund des guten Saisonstarts berechtigte Hoffnungen machen, vor allem auch, da die Favoritner noch auf der Suche ihrer Meisterform sind.

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Die Austria hatte vor der Partie einen Tag mehr Pause, war sie doch schon am Mittwoch beim torlosen Remis gegen Hafnarfjördur in der dritten Qualifikationsrunde zur Champions League im Einsatz. Die Leistung auf Island war allerdings alles andere als berauschend. Die Hütteldorfer besiegten hingegen nach einem besseren Auftritt am Donnerstag Asteras Tripolis in der Retourpartie der dritten Europa-League-Qualifikationsrunde mit 3:1 und schafften damit eine gelungene Generalprobe.

"Die Burschen sind gut drauf"

"Wir wollen den Zuschauern wieder etwas bieten. Die Burschen sind gut drauf, treten selbstbewusst auf und spielen einen guten Fußball", war Rapid-Trainer Zoran Barisic optimistisch. Die Vorfreude auf die Partie sei daher sehr groß. "Solche Spiele sind wichtig für die Entwicklung der jungen Mannschaft, die bringen uns weiter", ergänzte der 43-Jährige.

Die Rapidler sind mit sieben Punkten aus drei Spielen noch ungeschlagen, die Austrianer halten bei vier Zählern und konnten bisher nicht wie in der Meistersaison überzeugen. Von einer Favoritenrolle will man im Hütteldorfer Lager trotzdem nichts wissen. "Es gibt meiner Meinung nach keinen Favoriten, es ist alles offen", sprach Barisic Klartext.

Hype um Schaub stört Barisic

Louis Schaub dürfte nach seinem sieht Barisic nicht gerne. "Mir ist das nicht recht. Louis ist aber sehr bodenständig und kann sicher mit der Situation umgehen. Ich werde mich aber mit ihm unterhalten und ihm mitteilen, dass er fokussiert bleiben muss und sich nicht verrückt machen lassen darf."

Die Partie wird von Harald Lechner geleitet, 16.700 Zuschauer werden im Hanappi-Stadion Platz nehmen, darunter auch 1.700 Anhänger der Austria, die vor dem Match einmal mehr per Marsch nach Hütteldorf kommen.

Hosiner droht Ersatzbank

Auf Seiten der Violetten hofft man vor allem, dass Torjäger Philipp Hosiner wieder auf Touren kommt. Er hat in der vergangenen Saison Angst und Schrecken in den gegnerischen Strafräumen verbreitet. 32 Tore markierte der Angreifer in der Liga und holte sich damit auch die Torschützenkrone. In der noch jungen neuen Saison läuft es bislang aber nicht. Ausgerechnet im Wiener Derby droht Hosiner nun der Platz auf der Bank.

"Der Druck, der auf ihm lastet, ist nicht klein. Vielleicht ist es besser, ihn einmal draußen zu lassen, damit er unbekümmerter hineinkommen kann", mutmaßte Austria-Trainer Nenad Bjelica vor dem Duell mit dem Erzrivalen. Der Kroate wollte darin aber nichts Negatives erkennen lassen: "Das ist keine Strafe, sondern eine Hilfe."

Okotie steht als Hosiner-Ersatz bereit

Seit seinem Treffer im Saison-Auftaktspiel gegen Ex-Club Admira plagt Hosiner eine Torflaute. In Salzburg und gegen Ried ließ der ÖFB-Internationale gute Möglichkeiten aus. Gegen Hafnarfjördur kam er in der Champions-League-Qualifikation in beiden Partien überhaupt nicht zur Geltung. "Er arbeitet gut, aber das Tor, die Überzeugung, fehlt ihm. Dafür habe ich aber Verständnis", merkte Bjelica an.

Die in der Sommerpause andauernden Transfergerüchte um seine Person hätten den 24-Jährigen mehr belastet, als für die Öffentlichkeit augenscheinlich ist. Hosiners erster Ersatzmann Okotie wäre bereit. "Die Austria ist Meister, klar ist ein Konkurrenzkampf da. Wenn die Chance kommt, dann möchte ich sie auch nutzen", sagte Okotie.

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