Rapid nur in Flop 6: "Wir haben es selbst verkackt"

Rapid muss in der Quali-Gruppe gegen den Abstieg spielen. Das sagen Spieler und Trainer zum jüngsten Tiefpunkt in der Misere des Rekordmeisters.
Der SK Rapid Wien ist nicht mehr länger "erstklassig" – der Rekordmeister verpasst am letzten Spieltag den Sprung in die Top 6 der Liga und muss somit in der Quali-Gruppe gegen den Abstieg kämpfen.

Kein Wunder, dass nach dem 2:2 gegen Hartberg die Köpfe der Spieler tief hingen und die Fans im Block West ihrer "Lieblinge" mit einem gellenden Pfeifkonzert beim Weg in die Kabine bedachten.

"Wir sind bitter enttäuscht, müssen uns das selbst zuschreiben", erklärte Thomas Murg, der Schütze des zwischenzeitlichen 2:0 gegen die Steirer. "Die zweite Halbzeit ist unerklärlich. Sie zeigt, aber auch, dass wir verdient in der Quali-Gruppe sind."

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Innenverteidiger Mario Sonnleitner sprach bei "Sky" Klartext: "Wir haben es ganz alleine selbst verkackt. In der Quali-Gruppe heißt es Gras fressen, jetzt gibt es kein schönes Spiel mehr, jetzt heißt es nur noch gewinnen."



Trainer Didi Kühbauer haderte im "Sky"-Interview mit den vergebenen Chancen gegen Hartberg. "Die Enttäuschung ist groß, ganz klar. Wir wollten unsere Restchance nutzen, haben die erste Hälfte gut gespielt, hätten mit 3:0 führen müssen. Dann rennt das Spiel in eine ganz andere Richtung."

Der 47-Jährige weiters: "Aber im Fußball gibt es zwei Halbzeiten. Nach dem Doppelschlag war nix mehr da von dem was uns in der ersten Hälfte ausgezeichnet hat. Hartberg war bis zum Anschluss nur Statist. Wir haben ihnen dann mehr Räume gegeben, wollten noch gewinnen. Das 2:2 befriedigt uns natürlich nicht."

Für das Pfeifkonzert von den Rängen zeigte Kühbauer Verständnis: "Das sie nicht zufrieden sein können, ist ganz klar. Sie haben uns auch heute 90 Minuten unglaublich gut unterstützt. Wir dürfen den Fans nicht sagen, dass sie nicht pfeifen dürfen. Das ist ihr gutes Recht, wir hatten ganz andere Ziele."

In der Quali-Gruppe gibt der Rapid-Trainer folgende Parole aus: "Logisch wollen wir jetzt die Ersten in der Quali-Gruppe werden. Wir gehören in die Top 6, aber das haben wir nicht geschafft. Das müssen wir akzeptieren, Fußball wird auch nächstes Jahr noch gespielt." (Heute Sport)

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