Paukenschlag in Sachen Liga-Reform! Rapid-Präsident Michael Krammer kündigte an gegen eine Neugestaltung von und Erster Liga zu stimmen.
Noch im Mai sollen die Weichen für die Saison 2017/18 gestellt werden, in der nach Wunsch von Bundesliga und ÖFB mit einem neuen Liga-Format gestartet werden soll. Dafür benötigt es aber eine Zwei-Drittel-Mehrheit der 19 Profi-Vereine (FC Liefering nicht stimmberechtigt) und diese gilt schon im Vorfeld als schwer realisierbar, da sich einige Erste-Liga-Klubs bereits gegen die Reform ausgesprochen haben. Kein Wunder, denn im Reformpapier gibt es keine eindeutige Regelung wie die zweite Leistungsstufe in Zukunft aussehen wird.
Jetzt erteilt auch der erste "Big Player" aus der Bundesliga den Reformgelüsten eine Absage. "Rapid ist für einen sauberen Reformprozess. Aber dieser überhasteten Reform werden wir nicht zustimmen. Das Vorgehen der Bundesliga ist hochgradig unprofessionell. Außerdem verstehe ich nicht, warum der Panikknopf gerade jetzt gedrückt werden musste", erklärte Krammer im Gespräch mit dem "Kurier".
Reform würde Verlust für Rapid bedeuten
Der Rapid-Präsident, , erklärte, dass noch viel zu viele Punkte der Reformpläne unausgereift seien. Vor allem TV-Vertrag und Finanzierung der zweiten Leistungsstufe seien unklar. Laut Krammer würde Rapid die Reform eine Million Euro pro Saison weniger Einnahmen bringen, da weniger Spiele am Spielplan stehen würden.
Krammer erklärte, prinzipiell für eine Reform zu sein, diese müsse aber besser geplant sein. "Wenn alle Stakeholder beteiligt werden, also auch Sponsoren und TV-Partner, können wir im kommenden Jahr eine Reform schaffen, die ab 2018 statt 2017 gilt. Da 2018 die TV-Verträge auslaufen, wäre das ohnehin der geeignetere Zeitpunkt für die Reform", meinte der Rapid-Boss.