Rapid-Protest motiviert Spieler zum Sieg 2:0

Bild: GEPA pictures/ Walter Luger

Rapid kann doch noch gewinnen. Der österreichische Rekordmeister feierte am Samstag mit einem mühevoll erkämpften 2:0 (0:0) daheim gegen Wiener Neustadt den ersten Sieg seit 9. Dezember 2012. Nach neun Partien ohne vollen Erfolg taten sich die Rapidler auch gegen den Abstiegskandidaten lange Zeit schwer. Zusätzlich blieb der Fansektor bis zur 2. Halbzeit leer, die Rapid-Fans protestierten vor dem Stadion.

Ein Doppelpack nach der Pause durch Markus Katzer (49.) und Deni Alar (57.) sorgte für ein wenig Druckabbau bei den nicht gerade erfolgsverwöhngen Grün-Weißen.

Coach Peter Schöttel kam bei den Sprechchören der Fans vergleichsweise glimpflich davon.

Schöttel achtete bei der Zusammenstellung seiner Startelf darauf, genügend Routiniers auf dem Rasen zu haben. Aber auch bei dieser Truppe waren die Verunsicherung, das fehlende Selbstvertrauen und die schwache Form nicht zu übersehen, Wiener Neustadt war das lebendigere und aggressivere Team.

Bereits nach 50 Sekunden sorgte Manuel Wallner mit einem Kopfball knapp neben das Tor für die erste Schrecksekunde für die Grün-Weißen (1.). Die nächste folgte in der 8. Minute, Michael Schimpelsberger kratzte einen Schuss von Christoph Martschinko in allerhöchster Not von der Torlinie. Das alles passierte noch bei besserer Sportplatz-Atmosphäre, die phasenweise der bei einem Geisterspiel glich.

Rapid fand erst nach rund 20 Minuten halbwegs in die Partie, Dominik Wydra setzte mit einem Flachschuss den ersten und lange Zeit einzigen offensiven Akzent (25.), Tormann Thomas Vollnhofer war zur Stelle. Der Rest der Rapid-Offensivbemühungen in den ersten 45 Minuten war für Schöttel und Co. ernüchternd.

Mit dem Anpfiff der zweiten Spielhälfte füllte sich die Fan-Tribüne und Katzer besorgte wenig später die für Rapid erlösende Führung. Nach Freistoß-Flanke von Alar beförderte der Verteidiger den Ball mit einem verunglückten Kopfball, der zum Schulterball wurde, ins linke Eck zum 1:0 (49.). Nach Flanke von Marcel Sabitzer besorgte Alar mit einem Kopfball die Vorentscheidung (57.).

Rapid sicherte mit dem Erfolgserlebnis Tabellenplatz drei und somit eine Europacup-Teilnahme ab, die Wiener Neustädter rutschten aufgrund der ersten Niederlage seit 2. März auf den neunten Rang ab.

APA/red.

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