Sport

Rapid-Randalierer lachten Staatsanwältin aus

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:41

Das seit vier Monaten und in drei Tranchen laufende Strafverfahren gegen insgesamt 85 Rapid-Fans, denen im Zusammenhang mit gewalttätigen Ausschreitungen am Wiener Westbahnhof vom 21. Mai 2009 Landfriedensbruch, Körperverletzungen und Sachbeschädigungen vorgeworfen werden, befindet sich in der Zielgeraden.

Das seit vier Monaten laufende Strafverfahren gegen insgesamt 85 Rapid-Fans, denen im Zusammenhang mit gewalttätigen Ausschreitungen am Wiener Westbahnhof vom 21. Mai 2009 Landfriedensbruch, Körperverletzungen und Sachbeschädigungen vorgeworfen werden, befindet sich in der Zielgeraden.

Bei den Angeklagten erntete die Staatsanwältin in der Verhandlung am Dienstag mit ihren Ausführungen teilweise abschätziges Gelächter, worauf Richterin Martina Frank mehrmals Ruhe einmahnte und mit dem Räumen des Großen Schwurgerichtssaals drohte, sollte diese nicht einkehren.

Gegen 32 Fans ist das Beweisverfahren abgeschlossen, am kommenden Freitag soll es voraussichtlich zur Urteilsverkündung kommen. Auch die übrigen 53 Männer dürften noch im Jänner ihre Urteile bekommen.

"Dass es zu Gewalttätigkeiten gekommen ist, ist erwiesen", sagte Staatsanwältin Dagmar Pulker in ihrem Schlussplädoyer. Die Angeklagten hätten sich zum Westbahnhof begeben, "um zu raufen. Und wenn keine Austria-Fans dort sind, rauft man halt mit der Polizei". Es sei den Männern gerade darauf angekommen, "die Konfrontation zu suchen". Pulker trat für eine "schuld- und tatangemessene Bestrafung aller Angeklagten" ein und gab zu bedenken, "dass das alles andere als ein Lausbubenstreich war".

Verteidiger Marcus Januschke, der mit dem Chef der Hütteldorfer "Ultras" den angeblichen Rädelsführer der Angeklagten vertritt, kritisierte, die Strafverfolgungsbehörde wolle "gegen eine gut organisierte Fangruppe ein Exempel statuieren". Die Vorwürfe gegen seinen Mandanten wären "in keinster Weise nachvollziehbar."

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