Rapid rät den Fans zu Klagen gegen die Polizei

Riesige Aufregung bei Rapid nach dem Polizei-Einsatz beim Wiener Derby! Die Hütteldorfer ermutigen ihre Fans, nun juristisch gegen die Exekutive vorzugehen.
Die Rapid-Bosse sind stocksauer über den Polizeieinsatz beim Wiener Derby. Wie berichtet wurden 1.338 grün-weiße Schlachtenbummler am Weg zum Stadion der Austria von der Exekutive stundenlang festgehalten. Begründet wurde das mit Maßnahmen zur Identitäts-Feststellung, nachdem Gegenstände auf die Wiener Südost-Tangente geworfen wurden. Nun fordert der Verein seine Anhänger auf, Rechtsmittel gegen die Polizei zu ergreifen.

"Ich hätte nie gedacht, dass es etwas schlimmeres geben könnte als eine 1:6-Niederlage im Derby", begann Präsident Michael Krammer seine emotionale Stellungnahme. Er habe sich selbst ein Bild von den Maßnahmen der Polizei gemacht. "Es gab keine Durchsagen an Frauen und Kranke. Nach unseren Informationen waren mindestens 200 Frauen betroffen", meint er. Der Rapid-Boss habe zahlreiche Mails bekommen, in denen auch Diabetes-Kranke von ihren Problemen berichteten. Fazit: "1.338 Menschen wurden unter Generalverdacht gestellt. Es war eine menschenunwürdige Behandlung. Es ist nur der unglaublichen Disziplin der Rapid-Fans zu verdanken, dass nichts schlimmeres passiert ist. Absurd, dass die Polizei froh ist, ohne Waffengebrauch ausgekommen zu sein."

Krammer ist überzeugt: "Der Einsatz war nicht spontan, der war so geplant." Er rät den betroffenen Fans, jetzt juristisch gegen die Exekutive vorzugehen: "Ich ermutere die Fans, den Rechtsweg zu beschreiten. Der Polizei-Einsatz war nicht verhältnismäßig." Rapid-Vizepräsident Nikolaus Rosenauer, selbst Jurist, wird konkreter: "Das Festhalten hat in einem Rechtsstaat nichts verloren. Leute wurden der Freiheit beraubt, das war völlig unverhältnismäßig. Die Fans haben die Möglichkeit, eine Maßnahmenbeschwerde wegen rechtswidriger Freiheitsberaubung zu erheben."

CommentCreated with Sketch.56 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Gleichzeitig verurteilen die Rapid-Boss allerdings auch, dass von einigen Fans Gegenstände auf die Südost-Tangente geworfen wurden: "Leute, die so etwas machen, sind keine Rapid-Fans, sondern Verbrecher", meint Rosenauer. Krammer stellt klar: "Ich will nichts an möglichen Straftaten relativieren. Auch Schneebälle auf die Tangente sind zu verurteilen, die Täter auszuforschen." (heute.at)



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