Sport

Rapid rehabilitiert sich mit souveränem 2:0-Sieg

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:09

Mit dem 2:0-Heimsieg über Red Bull Salzburg hat Rapid Wien den Anschluss an die Tabellenspitze gewahrt. Nach zuletzt eher mageren Leistungen sind die drei Punkte Balsam auf die geschundene, grün-weiße Seele. Doch es bestätigte sich auch, dass positive Leistungen Rapids zum Großteil von einer Schlüsselfigur abhängig sind - nämlich von Kapitän Steffen Hofmann.

, zeigten die Hütteldorfer, dass sie noch nicht gewillt sind, der Wiener Austria und Red Bull Salzburg den Kampf um die Meisterschaft zu überlassen.

Rapid besann sich von Anfang an auf ihre oft zitierten Tugenden und drängte auf das Salzburger Tor. Aber auch die Gäste kamen zu einigen guten Chancen, die allerdings durch gutes Herauskommen von Königshofer zunichte gemacht wurden. In Minute 14. wurde Hofmann dann von Kampl knapp an der Strafraumgrenze durch einen Rempler zu Fall gebracht. Der Gefoulte trat den Freistoß aus einer für ihn idealen Distanz selbst und zirkelte den Ball unhaltbar für Walke ins Kreuzeck.

Danach gab es vor allem Chancen für die Salzburger, von denen allerdings keine genutzt wurde. Bei Rapid war für Christopher Drazan bereits 25. Minuten Schluss - er musste verletzt raus und wurde durch Deni Alar ersetzt. Auch Hofmann wurde noch in der ersten Halbzeit ausgewechselt. Für ihn kam der junge Grozurek (41.).

Entscheidung in zweiter Halbzeit

Salzburg-Trainer Roger Schmidt brachte in der Halbzeitpause Georg Teigl für David Mendez. Kurz nach Wiederbeginn jedoch ein Blitzschlag. Eine Burgstaller-Flanke von rechts findet den sträflich alleingelassenen Terrence Boyd, und der braucht nur mehr seinen Kopf hinzuhalten, um auf 2:0 zu erhöhen (47.). Danach zogen sich die Hütteldorfer etwas zurück und ließen die Salzburger das Spiel machen. Die kamen auch zu etlichen guten Chancen, scheiterten aber wie in Halbzeit eins an Lukas Königshofer.

Einen weiteren Gang zurück schaltet Rapid in Minute 66. Der angeschlagene Alar machte Platz für Mittelfeldmotor Muhammed Ildiz. Bei Salzburg sollte Nielsen statt Berisha für frische Offensivkraft sorgen (67.). In Minute 71. erwies sich einmal mehr Königshofer als an diesem Tag unüberwindbar: nach einer gefährlichen Flanke parierte er einen Kopfball und zwei Nachschüsse aus kurzer Distanz. Im Gegenzug scheiterte Boyd etwas schlampig alleine vor Tormann Walke.

Spitzentrio setzt sich ab

Roger Schmidt setzte zum Schluss alles auf eine Karte. Verteidiger Ulmer musste in der 80. Minute das Feld verlassen und für ihn kam der junge Nigerianer Bright Osagie Edomwonyi zu seinem Bundesligadebüt. Doch auch er schaffte es nicht mehr, dass Ruder herumzureissen. Am Ende waren die Angriffe Salzburgs vergebene Liebesmüh'. Rapid brachte die 2:0-Führung sicher über die Zeit.

Steffen Hofman sagte nach der Partie,  dass man sehen konnte, dass "wir noch da sind, dass wir den Sieg unbedingt wollten". Peter Schöttel entschuldigte sich nochmal für die schlechten Leistungen, zeigte sich aber auch stolz "wenn du am Ende dieser harten Woche Salzburg besiegen kannst". Gleichzeitig merkte er an, dass "wir in der einen oder anderen Situation auch Glück gehabt haben". Salzburg-Trainer Schmidt kreidete die schlechte Chancenauswertung seiner Elf an.

Damit setzt sich in das Spitzentrio nun weiter von den Verfolgern ab. Die Austria bleibt zumindest bis zur nächsten Runde mit 29 Zählern an erster Stelle. Dahinter liegen Salzburg mit 27 und Rapid mit 26 Punkten. Auf den Viertplatzierten Sturm beträgt der Vorsprung Rapids nun schon acht Punkte. SK Rapid Wien - Red Bull Salzburg 2:0 (1:0)

Hanappi-Stadion, 16.700 Zuschauer

SR Harkam

1:0 (14.) Hofmann (Freistoß)

2:0 (47.) Boyd

Rapid: Königshofer - Schimpelsberger, Sonnleitner, Gerson, Schrammel - Heikkinen, Kulovits - Burgstaller, Hofmann (42. Grozurek), Drazan (25. Alar/66. Ildiz) - Boyd

Salzburg: Walke - Klein, Vorsah, Hinteregger, Ulmer (80. Edomwonyi) - Mendes (46. Teigl) - Kampl, Berisha (67. Nielsen), Leitgeb, Mane - Soriano

Gelbe Karten: Boyd, Schimpelsberger bzw. Klein, Mane, Hinteregger

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