Rapid reißt Salzburg aus den Titelträumen

Rapid hat mit dem Heimsieg über Salzburg ein klares Zeichen gesetzt. Während sich die Hütteldorfer langsam an den Spitzenreiter der Fußball-Bundesliga heranpirschen, droht der Liga-Krösus nach zwei Niederlagen in Serie den mit glorreichen Spielen erarbeiteten Vorsprung bis zur Winterpause zu verspielen.
Rapid hat mit dem ein klares Zeichen gesetzt. Während sich die Hütteldorfer langsam an den Spitzenreiter der Fußball-Bundesliga heranpirschen, droht der Liga-Krösus nach zwei Niederlagen in Serie den mit glorreichen Spielen erarbeiteten Vorsprung bis zur Winterpause zu verspielen.

Bis zur 15. Runde hatten die Salzburger die Meisterschaft fest im Griff und waren nicht zu stoppen. Doch auf eine 1:3-Pleite gegen die Admira folgte sogleich eine 1:2-Niederlage in Wien. Während Salzburg seinen Vorsprung langsam einbüßt, hat Rapid seine Rolle als Verfolger mit einer starken Leistung, aber auch einer kräftigen Portion Glück gefestigt.

Rapid war im Vorfeld richtig heiß auf das Spiel: "Wenn jemand sie schlagen kann, dann wir", kündigte ein topmotivierter Terrence Boyd an und sollte Recht behalten. Zoran Barisic freute sich nach dem Abpfiff über eine "sehr, sehr gute Leistung gegen eine sehr, sehr gute Mannschaft". "Für mich war der Knackpunkt, dass wir nach dem Gegentor mutiger nach vorne und sehr gut Gegenpressing gespielt haben", sagte der Rapid-Coach.

Trimmel: Freistoß vor 1:1 "war nicht einstudiert"

Christopher Trimmel stellte nach dem 0:1-Rückstand die Weichen für den wichtigen Sieg. Nach einem Freistoß von Petsos köpfelte er den Ball aus der Drehung präzise in die Maschen. "Der Freistoß, der zum 1:1 geführt hat, war nicht einstudiert", erklärte Trimmel nach dem Spiel. "Mit Leidenschaft und Kampf haben wir das Match heute gewonnen."

Alles richtig gemacht hat Trainer Barisic auch bei den Einwechslungen, wie Goldtorschütze Marcel Sabitzer zugab. "Ich habe noch leichte Schmerzen an der Achillessehne, aber Gott sei Dank hat sich der Trainer doch entschieden, mich auf die Bank zu setzen und einzuwechseln. Burgstaller hat den Ball super auf mich weitergespielt. Ich hab' dann abgezogen - und der Ball ist reingegangen."

Bullen-Coach Schmidt: "Rapid hat sich Sieg verdient"

Salzburg-Trainer Roger Schmidt ärgerte sich über die zweite Niederlage in Folge und hüpfte wütend an der Outlinie hin und her. "Es war ein sehr intensives Spiel, indem wir unsere fußballerische Linie nicht so gefunden haben. Beim zweiten Gegentreffer haben wir unnötige Fehler gemacht. Rapid hat uns alles abverlangt und sich den Sieg verdient."

Dennoch findet der Deutsche die Niederlage ärgerlich, "weil es auch andersrum hätte ausgehen können." Damit meint Schmidt unter anderem Ramalhos Kopfball in der Nachspielzeit, der ans Lattenkreuz knallte.
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