Trotz der Demonstrationen gegen den Kurs des ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch reist der SK Rapid ohne Bauchschmerzen zum Auswärtsspiel in der Europa League nach Kiew. Obwohl in der Ukraine Chaos herrscht, sieht Rapid-Pressesprecher Peter Klinglmüller keine Gefährdung für die Sicherheit von Spielern und Fans. "Soweit man das mitverfolgen kann, sind die Demonstrationen bisher friedlich abgelaufen", beruhigte er im Gespräch mit "Heute.at".
nach Kiew. Obwohl in der Ukraine Chaos herrscht, sieht Rapid-Pressesprecher Peter Klinglmüller keine Gefährdung für die Sicherheit von Spielern und Fans. "Soweit man das mitverfolgen kann, sind die Demonstrationen bisher friedlich abgelaufen", beruhigte er im Gespräch mit "Heute.at".
"Wir stehen im permanenten Kontakt mit dem gastgebenden Verein, der UEFA, dem Außenministerium und der österreichischen Botschaft in der Ukraine. Eine Sicherheitsgefährdung für die Mannschaft und Mitreisende wird es nicht geben", sagte Klinglmüller zu "Heute.at".
Für den zusätzlichen Schutz der Reisegruppe aus Wien-Hütteldorf soll eigenes Personal sorgen: "Wir haben eigene Ordner mit, die im Stadion für Ruhe sorgen werden." Rapids Pressesprecher fügte aber hinzu: "Ich gehe davon aus, dass beim Spiel alles ruhig sein wird, die Zuschauer ein interessantes Europa League-Spiel sehen werden."
Sicherheitsinfos auf Webseite
Um die mitreisenden Fans zu schützen - es gibt einen Mannschaftsflieger, der am Mittwoch in die Ukraine abhebt und zwei Tagesflieger, die am Donnerstag starten - hat der Verein auf seiner Homepage Informationen zur Sicherheitslage für die Mitreisenden bereitgestellt.
Klinglmüller appelliert auch an die Vernunft der Rapid-Anhänger: "Kiew ist eine große Stadt, die Fans werden schon die Möglichkeit haben, sich in der Stadt auf das Spiel einzustimmen. Wir werden sie aber darauf hinweisen, dass sie die gesperrten Zonen meiden sollen." Diese sind der Platz "Maidan", das Regierungsviertel und der Präsidentenpalast.
"Zuschauer wollen Spiel sehen"
Dass die Partie der Europa League als große öffentliche Fläche zum Protest genützt werden könnte, glaubt Rapid nicht: "Ich bin davon überzeugt, dass die Zuschauer kommen, um ein gutes, interessantes Spiel zu sehen. Alles weitere liegt nicht in unserem Bereich." Wenn sich die Rapid-Fans an die Sicherheitsvorgaben des Vereines halten, wird es keine Probleme geben. "Ich glaube auch nicht, dass sich Rapid-Fans an Demonstrationen beteiligen könnten, die wollen die Mannschaft unterstützen."
Außenministerium: "Erhöhtes Reiserisiko"
Das Außenministerium bezeichnet Reisen in die Ukraine, speziell in deren größere Städte, derzeit als erhöht risikobelastet. Auch hier wird vor dem Betreten der gesperrten Zonen in der Stadt gewarnt, genauso wie vor längeren Überlandfahrten in der Nacht.
Wetter als Fragezeichen
Die frostigen Temperaturen in Kiew könnten zum weitaus größeren Problem für Rapid werden, wenngleich Klinglmüller beschwichtigt: "Es soll nicht kälter als bei uns werden." Im Vergleich zur P. "Der Rasen wird auf jeden Fall in besserem Zustand sein, als am Wochenende."