Ried bleibt der Fußball-Lieblingsgegner von Rapid im Hanappi-Stadion. Die Grün-Weißen feierten am Samstag einen 4:3-(2:1)-Erfolg über die Innviertler, die damit auch im 31. Liga-Spiel in Hütteldorf sieglos blieben und die 23. Niederlage zur Kenntnis nehmen mussten. In Graz wurde "Oldboy" Mario Haas nach 541 Pflichtspielen für Sturm und einem Kurzeinsatz beim 3:1-Sieg von Club und Fans gebührend in die Fußballer-Pension verabschiedet.
Ried bleibt der Fußball-Lieblingsgegner von Rapid im Hanappi-Stadion. Die Grün-Weißen feierten am Samstag einen 4:3-(2:1)-Erfolg über die Innviertler, die damit auch im 31. Liga-Spiel in Hütteldorf sieglos blieben und die 23. Niederlage zur Kenntnis nehmen mussten. In Graz wurde "Oldboy" Mario Haas nach 541 Pflichtspielen für Sturm und einem Kurzeinsatz beim 3:1-Sieg von Club und Fans gebührend in die Fußballer-Pension verabschiedet.
Terrence Boyd (25.) und der mit einem Triple-Pack überragende Deni Alar (45., 58./Foulelfer, 80.) erzielten die Treffer für die Rapidler, deren Ex-Spieler Rene Gartler (34.) sorgte für den kurzfristigen Ausgleich. Die weiteren Treffer der Oberösterreicher gingen auf das Konto von Anel Hadzic (84./Foulelfer) und des eingewechselten Markus Grössinger (92.).
Die große Alar-Show
Ried, vor einer Woche 3:1-Sieger gegen Meister Salzburg, begann sehr engagiert und hatte zunächst die weit besseren Chancen. Bei den Gästen wirkte im Gegensatz zu den sehr offensiv eingestellten Hütteldorfern von Beginn an alles viel durchdachter und flüssiger. Trotzdem ging die Schöttel-Elf in Führung, die sie in erster Linie Ried-Goalie Gehbauer verdankte. Der Schlussmann, der sich wenige Sekunden zuvor noch gegen Boyd mit einer Parade ausgezeichnet hatte, fuhr beim anschließenden Alar-Eckball daneben. Boyd nutzte diesen Schnitzer und stellte per Kopf auf 1:0 (25.).
Nach einem Fersler von Gartler ging es dann aber blitzschnell. Via Schicker, Meilinger und Zulj kam der Ball erneut zu Gartler, der aus vollem Lauf mit dem Außenrist perfekt ins Eck zum 1:1 traf. Der Ex-Rapidler verzichtete nach seinem zehnten Saisontor auf den Torjubel. Die Gastgeber steckten den Ausgleich aber schnell weg, durften unmittelbar vor dem Pausenpfiff erneut jubeln: Boyd verlängerte per Kopf zu Alar, der eiskalt das 2:1 besorgte (45.).
Erster Alar-Triple-Pack in Bundesliga
Die Vorentscheidung brachte dann ein Foul von Trauner an Grozurek im Strafraum, den fälligen Elfer verwertete Alar nach der Pause sicher (58.). In der 80. Minute machte der 22-jährige Matchwinner nach Boyd-Vorlage mit einem sehenswerten Volley-Schuss ins Kreuzeck seinen ersten Triple-Pack in der Liga perfekt. Zwei weitere Rieder Treffer kamen zu spät. Im Finish sah Reifeltshammer nach einem schweren Foul an Alar "Rot".
Die große Sturm-Party für Mario Haas
Sturm Graz hat beim Abschied von Mario Haas den anvisierten Pflichtsieg gegen den SC Wiener Neustadt eingefahren. Die Steirer setzten ihren Lauf von nun bereits acht Meisterschaftsspielen ohne Niederlage mit einem 3:1-Heimsieg fort. Haas absolvierte dabei in der letzten Viertelstunde seinen 451. und letzten Einsatz in der höchsten Spielklasse.
Richard Sukuta-Pasu (16., 62.) mit seinen Saisontoren sieben und acht sowie Milan Dudic (43.) trafen für die Steirer, die damit im neunten Meisterschafts-Heimauftritt den bereits sechsten Erfolg bejubeln durften. In der Tabelle blieb Sturm Rapid damit bei weiter einem Zähler Rückstand auf den Fersen. Für die nun punktgleich mit Schlusslicht Wacker Innsbruck (2:2 bei Aufsteiger WAC) auf Rang neun liegenden Wiener Neustädter traf Dario Tadic (50.) zum zwischenzeitlichen Anschlusstreffer.
Mario Haas mit Freudentränen
Die Partie stand ganz im Zeichen des Abschieds von Haas. Sturms Rekordtorschütze (145 Tore) stand zum letzten Mal im Aufgebot der Grazer, im Winter wechselt der 38-Jährige ins Management. Die Fans forderten von Beginn weg den Einsatz ihres Idols und ließen dabei auch keine Zweifel daran, dass sie mit dessen Ausbootung durch Trainer Peter Hyballa in dieser Saison nicht unbedingt glücklich waren.
Bis zur 77. Minute spannte Hyballa die 12.268 Zuschauer auf die Folter, ehe er den bei seinem Eintausch sichtlich gerührten "Super Mario" brachte. Zweimal war Haas seinem 146. Tor für seine Grazer sogar gefährlich nahe. Siebenhandl (81.) sowie der per Kopf klärende Wallner (84.) bescherten dem ehemaligen Torjäger aber kein Abschiedsgeschenk nach Maß. Nach dem Schlusspfiff verabschiedete sich Haas tränenüberströmt von seinen Fans.
Admira-Fall geht weiter, der von Mattersburg ist gestoppt
Im vierten Liga-Spiel an diesem Samstag siegte Mattersburg gegen die Admira klar 3:0 und beendete eine Negativ-Serie, überholte die Südstädter in der Tabelle. Die Kühbauer-Elf liegt jetzt, noch als Europacup-Starter in die Saison gegangen, nur noch vier Punkte vor dem Abstiegsplatz.