Rückkehr zur Viererkette, vollstes Vertrauen in Kapitän Steffen Hofmann – mehr Zutaten brauchte es für das Erfolgsrezept gegen Altach nicht. Bei Rapid ist seit dem 3:0-Sieg gegen die Vorarlberger, dem ersten Liga-"Dreier" 2017, die Zuversicht zurück. Rechtzeitig vor dem Derby am kommenden Sonntag.
Die Rapid-Kicker wurden von Neo-Chefcoach Djuricin und "Co" Martin Bernhard mit zwei freien Tagen belohnt. Ab sofort wird wieder trainiert, der Konkurrenzkampf ist eröffnet.
Defensive gut aufgestellt
"Jeder muss um sein Leiberl kämpfen", sagt Djuricin. Vor allem in der Innenverteidigung ist die Auswahl groß. Dibon und Wöber spielten gegen Altach souverän, Sonnleitner und Schösswendter droht die Bank.
Über "Schössi" sagte Djuricin im "Heute"-Gespräch: "Er ist mehr als nur ein kopfballstarker Verteidiger. Die Frage ist, wie es ihm mental geht. Er war wie viele andere zeitweise destruktiv in seiner Körpersprache." Hintergrund: Ex-Trainer Damir Canadi war kein Fan des früheren Admira-Kapitäns, stauchte ihn vor versammelter Mannschaft zusammen.
Schaub ist wieder fit
Im Mittelfeld drängt Schaub zurück in die Mannschaft. Der Youngster ist wieder fit, trainiert bereits seit einer Woche mit dem Team. Auch Traustason feilt am Comeback. Der Isländer macht nach seinem Kapselriss im Knie große Fortschritte. Eine weitere Option ist Malicsek, der gegen Altach für Hofmann ins Spiel kam und seine starke Leistung mit dem Tor zum 3:0 krönte.
"Wir haben Luft nach oben"
Djuricin betonte bereits nach seinem Premieren-Sieg: "Wir dürfen nicht euphorisch werden, wir haben noch Luft nach oben." Gefeilt wird vor allem am Spiel in die Tiefe – unter der Leitung von Bernhard. "Er ist im taktischen Bereich und der Trainingssteuerung sehr gut. Wir ergänzen uns perfekt", sagt Djuricin über seinen "Co". "Wir entscheiden zusammen, was wir machen, wie wir auftreten. Die Letztverantwortung habe dann ich. Klar ist: Ohne Butre (Anm.: Spitzname von Bernhard) würde ich das nie schaffen." (ee)