Sturm Graz gewinnt das Duell der Salzburg-Verfolger gegen Rapid mit 1:0. Goldtorschütze ist Daniel Beichler. Es ist aber lange Zeit ein alles andere als ansehnliches Spitzenspiel, in dem Salihi in der 94. Minute den vermeintlichen Ausgleich erzielt.
Das Duell der Europa-League-Fighter wurde zum Spitzenspiel auserkoren. Diesem Namen wurde das Match aber - zumindest in der ersten Hälfte - nie gerecht. Fehlpässe, ungenaue Zuspiele, falsche Laufwege. Das alles sahen die Zuschauer in der ausverkauften UPC-Arena. Offensiv ging bei beiden Mannschaften aufgrund vieler Fehlpässe nur sehr wenig. Wenn ein Team Chancen vorfand, dann war das Rapid. Nikica Jelavic verfehlte jedoch zwei Mal das Tor. Sekunden vor dem Pausenpfiff setzte zudem Boskovic einen Heber knapp über die Latte.
Beichler trifft nach schönem Spielzug
Sturm erwischte den besseren Start in die zweite Hälfte: Knapp nach Wiederanpfiff traf Beichler nur die Stange. Ein Weckruf. Denn das Spiel wurde nun besser. Scheinbar hatte die Pausenpredigt der Trainer seinen Zweck erfüllt. Denn Rapid bekam quasi im Gegenzug einen Freistoß zugesprochen. Jelavic scheiterte aber an Christian Gratzei.
Mit dem ersten echten schönen Spielzug erzielte Sturm den ersten Treffer. Muratovic ließ den Ball schön abtropfen, Andreas Hölzl nahm sich den Ball mit und spielte zu Daniel Beichler, der souverän zum 1:0 einschob.
Rapid-Abseitstor? Grün-Weiß um Punkt betrogen
Rapid hatte aber auch seine Chancen. Peter Pacult brachte nach einer Stunde Hamdi Salihi. Dieser hatte kurz nach seiner Einwechslung gleich zwei Mal die Chance auf den Ausgleich. Zunächst verfehlte er das Leder knapp bei einer Flanke und beim zweiten Versuch ging der Ball hauchdünn am Tor vorbei.
So richtig heiß wurde es in der Schlussphase. Salihi traf in der Nachspielzeit (94.) mit der letzten Aktion des Spiels. Schiedsrichter Schörgenhofer verwehrte dem Treffer aber wegen angeblichem Abseits die Gültigkeit. Eine krasse Fehlentscheidung seines Linienrichters. Manuel Weber hatte das Abseits aufgehoben. Doppelt bitter für Rapid: Wenige Sekunden später flog Jelavic auch noch wegen Kritik mit Gelb-Rot vom Platz.