Fast zwei Jahre hat Rapid in Ried nicht mehr gewonnen - bis Freitagabend. Bei den lange nicht mehr so schrecklichen "Wikingern" feiert Rapid einen 3:1-Sieg. Aufreger: Ein Elfer-Geschenk von Schiri Schörgenhofer sorgte für die vorzeitige Entscheidung.
Rapid stand zuletzt in der Kritik, die spielerischen Leistungen entsprachen nicht den Anforderungen der Fans - und das Ausscheiden im Cup tat ihr Übriges zur grün-weißen Unruhe. Doch in der Meisterschaft ist Rapid derzeit nichts vorzuwerfen: Der Sieg in Ried war bereits der vierte in Folge. Damit bleibt die Pacult-Elf auch weiterhin an Salzburg dran und darf am Samstag auf einen Ausrutscher der Bullen in Kärnten hoffen - vorerst ist der Rückstand auf drei Punkte geschrumpft.
Matchwinner Boskovic
Aus Rapid-Sicht ist es auch Raimund Hedl zu verdanken, dass die Wiener in Ried diesmal nicht ausgerutscht sind. Die nunmehrige Nummer eins parierte in der Anfangsphase gleich zwei Großchancen der Hausherren. Doch es gab ja auch noch die grün-weiße Offensive - und die entlastete ihre überforderten Defensiv-Kollegen mit einem Doppelschlag binnen fünf Minuten. Dabei tat sich Branko Boskovic besonders hervor. Zuerst traf er selbst nach einer Ecke zum 1:0 (31.), dann bereitete er mit einer tollen Flanke (bei der ihm die Rieder allerdings viel Zeit lassen) das 2:0 von Jelavic (36.) vor.
Die Rieder schafften allerdings noch vor der Pause den Anschlusstreffer. Nach einem tollen Pass von Mader lief Hammerer der gesamten Rapid-Viererkette davon und stellte auf 1:2 (44.). Besonders bitter war der Gegentreffer für Jürgen Patocka, der wenige Sekunden zuvor für den verletzten Katzer eingewechselt worden war und gleich den entscheidenden Stellungsfehler beging.
Frühlingszeit, Schwalbenzeit
Nach dem Seitenwechsel sorgten die Rapidler dann aber für die Vorentscheidung - oder besser gesagt, Schiedsrichter Schörgenhofer erledigte das für sie. Nicht nur, dass er auf eine fällige Gelb-Rote Karte für Thonhofer verzichtete. Der Vorarlberger fiel auch noch auf eine lupenreine Schwalbe von Drazan herein und entschied auf Elfmeter. Hofmann stellte auf 3:1 für Rapid (56.) und setzte somit den Schlusspunkt in der Partie.
SV Ried - SK Rapid Wien 1:3 (1:2)
Keine Sorgen Arena, 7.200 Zuschauer, SR Robert Schörgenhofer
Tore: Hammerer (44.) bzw. Boskovic (31.), Jelavic (36.), Hofmann (56./Elfmeter)
Gelbe Karten: Schrammel, Burgstaller, Hackmair, Lexa, Stocklasa bzw. Thonhofer, Trimmel, Patocka
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