Derby-Pleite, Kritik, Abstiegsangst! Rapid ist vor dem Cup-Halbfinale gegen den LASK in Turbulenzen. Coach Djuricin weiß: "Es geht um extrem viel."
Am Mittwoch (20.30 Uhr, live ORFeins) empfängt Rapid im Cup-Halbfinale den LASK. Für die Hütteldorfer die einzige Chance, eine total verkorkste Saison noch einigermaßen zu retten. Aber die Stimmung bei den Grün-Weißen ist so angespannt wie nie zuvor. Eine 0:2-Pleite im Derby gegen Erzrivale Austria, heftige Kritik von Ikone Hans Krankl, Ex-Coach Ernst Dokupil und Ex-Sportchef Andreas Müller. Wie sollen die Hütteldorfer zurück in die Erfolgsspur finden? Coach Goran Djuricin meint: "Wir müssen die Frische im Kopf finden."
Zweckoptimismus beim Coach
Der Trainer glaubt nicht, dass die Derby-Pleite Rapid einen allzu großen Dämpfer verpasst: "Ich sehe das nicht so schlimm. Wir haben nicht 0:7 oder 0:8 verloren. Mund abwischen, dann geht es weiter", gibt er sich optimistisch. Er fordert von seinen Spielern: "Gegen den LASK müssen wir aggressiver und mutiger sein." Das wird auch nötig sein, denn der Erste-Liga-Leader ist bereits 17 Spiele ohne Niederlage, führt in der Tabelle 19 Zähler vor Lustenau und steht bereits aus Aufsteiger in die Bundesliga fest.
"Es geht um richtig viel"
Rapid-Coach Djuricin ist sich der Schwere der Aufgabe bewusst. "Es geht es um extrem viel, da müssen wir frisch im Kopf sein", meint er. Problem: Mit dem Cup tut sich Rapid traditionell schwer. Den letzten Titel gab es 1995 (1:0 gegen Leoben), der letzte Endspiel-Einzug gelang dem Rekordmeister 2005 (1:3 gegen die Austria).
Prominente Rückendeckung
Im zweiten Halbfinal-Spiel trifft die Admira am Mittwoch um 18 Uhr zu Hause auf Titelverteidiger Salzburg. Auch "Bullen"-Coach Oscar Garcia grübelt auf "ServusTV" über die Situation von Rapid: "Sie werden den ÖFB-Cup sehr ernst nehmen, da er für sie die letzte Chance auf die Europa League ist", glaubt er. Außerdem ist er sicher: "Rapid steigt nicht ab." Das meint auch Austria-Sportchef Franz Wohlfahrt. "Aber mehr will ich dazu nicht sagen." (gr)