Zwei Spiele, sechs Punkte - erstmals seit der Meistersaison 2004/05 startete Rapid mit zwei Auftaktsiegen in die Saison. Aber: In meisterlicher Form sind die Hütteldorfer noch lange nicht. Admira und Wr. Neustadt - beide keine Liga-Topteams - stellten Rapid vor große Probleme.
„Ich habe uns in Wr. Neustadt weitaus stärker gesehen als gegen die Admira“, sagte Coach Peter Schöttel nach dem Spiel. Fakt ist: Wie schon gegen den Aufsteiger konnte Rapid auch gegen die Elf von Peter Stöger keinen Druck erzeugen, geriet in Hälfte zwei sogar in Bedrängnis. „Da wäre ich mit einem 0:0 zufrieden gewesen“, brachte Schöttel die neuen niederen Ansprüche des Rekordmeisters auf den Punkt.
Dank Atdhe Nuhiu und „Joker“ Christopher Drazan wurde es in der Nachspielzeit noch ein 2:0. Top-Torjäger Hamdi Salihi kam nicht zum Einsatz. Begründung des Trainers: „Er beteiligt sich zu wenig am Spiel.“
Genau wie die Rapid-Fans.
Sie tauten erst im Finish etwas auf. „Schade“, meinte Schöttel. „Dieses Nichtsmachen der Anhänger ist noch schlimmer als ein Spiel vor leeren Rängen.“ Kapitän Steffen Hofmann hofft auf das Ende des Boykotts. „Wir brauchen unsere Fans.“
Klaus Pfeiffer