Sieg in Salzburg

Rapid-Trainer Hoff Thorup hat jetzt "Vision" vom Titel

Rapid qualifizierte sich in letzter Sekunde für die Meisterrunde, startete dort siegreich und träumt plötzlich vom Titel.
Sport Heute
16.03.2026, 07:04
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Rapid ist zurück im Titelrennen und Trainer Johannes Hoff Thorup spricht plötzlich offen über seine "Vision". Nach dem 1:0-Auswärtssieg bei Red Bull Salzburg befindet sich der SK Rapid wenige Wochen nach Derby-Pleite und Krisenstimmung mitten im Meisterkampf der Bundesliga. Nach dem ersten Spieltag der Meisterrunde liegen die Hütteldorfer auf Rang drei, drei Punkte hinter Tabellenführer Sturm Graz und punktegleich mit dem zweitplatzierten LASK – dem nächsten Gegner am kommenden Sonntag in Wien.

Hoff Thorup erklärte den Umschwung nach dem Spiel. "Zum Beginn meiner Amtszeit habe ich einen Verein vorgefunden, um den es so viel Negativität gegeben hat. Die erste Aufgabe war, das zu ändern", so der Däne.

Der Weg dorthin begann intern. "Unser Fitness-Level, unser physischer Output musste besser werden. Wir haben gestartet, die Spieler zu pushen, haben die Trainings-Intensität erhöht und höhere Erwartungen an die Spieler gestellt", so der 37-Jährige. Gleichzeitig habe er seiner Mannschaft täglich klare Botschaften mitgegeben: "Ich erkläre den Spielern jeden Tag, dass für uns nichts selbstverständlich ist. Dass wir immer alles, was wir tun, mit 100 Prozent machen. Das ist das Einzige, was ich von ihnen erwarte."

Das fruchte jetzt: "Wir waren defensiv solide und viel besser mit dem Ball. Wir haben uns viele gefährliche Möglichkeiten erspielt. Wir haben die gute Defensive vom letzten Spiel mitgenommen und waren offensiv viel besser", sagte Hoff Thorup bei "Sky". Besonders hob er hervor, dass seine Mannschaft den Plan konsequent umgesetzt habe: "Ich schätze die Spieler, weil sie genau den Matchplan verfolgt haben."

Auch spielerisch zeigte Rapid vor allem nach der Pause eine starke Leistung. Die Wiener dominierten große Teile der zweiten Hälfte, ließen zunächst mehrere Hochkaräter liegen – ehe schließlich die entscheidende Szene folgte. Salzburg-Verteidiger Joan Gadou sah nach einer Notbremse die Rote Karte. Den fälligen Freistoß verwertete Rapid-Kapitän Matthias Seidl in der 70. Minute, sein Schuss wurde unhaltbar abgefälscht. In der Nachspielzeit rettete Niklas Hedl mit einer Parade den Sieg, den Nachschuss setzte Frans Krätzig aus kurzer Distanz über das Tor. Es war der erste Rapid-Erfolg in Salzburg seit August 2015.

Eine zentrale Rolle spielte dabei Kapitän Seidl, der erneut vielseitig eingesetzt wurde. Für Hoff Thorup ist weniger die Position entscheidend als seine Haltung: "Es gibt immer die Frage, wo er am besten spielt. Und ich kann es auch sagen. Er ist am besten, wenn er ein Teamplayer ist. Er tut alles für das Team. Und das ist genau das, was man von einem Kapitän braucht. Er kann mehrere Rollen einnehmen. Wir wissen, was wir von ihm bekommen."

Mit dem Erfolg ist Rapid plötzlich wieder mitten im Meisterrennen angekommen. Hoff Thorup wollte darauf angesprochen ausweichen: "Eigentlich wollte ich das Thema vermeiden."

Nachsatz: "Meine Vision ist, dass dieser Klub um die Meisterschaft mitspielen muss. Ob das diese oder nächste Saison passiert, werden wir sehen. Man weiß zwar nie, aber Rapid ist in der Lage, Meister zu werden. Doch wir tun gut daran, Schritt für Schritt zu arbeiten.“

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