Sport

Rapid-Trainer Peter Schöttel: "Wir kommen da raus"

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:49

Er wollte die Fans zurückgewinnen, Hütteldorf wieder zu einer Festung machen. Doch nach sieben Runden ist Rapid-Coach Peter Schöttel von diesen Zielen meilenweit entfernt. "Ich wusste, dass der Job sehr schwer wird, sagt der 44-jährige Wiener nachdenklich. Nach einer Aussprache fordert er eine Reaktion der Mannschaft.

Die schwache Leistung beim 1:1 gegen Mattersburg hat viele Fans schockiert. Auch Sie?

"Ja, deshalb gab es eine Aussprache. Wir haben uns eine Stunde lang über die Fehler unterhalten. Endlich haben sich auch die zu Wort gemeldet, die sonst weniger sagen. Die Spieler sind sehr selbstkritisch. Ich habe den Eindruck, die Gruppe ist noch stabil. Wir kommen da wieder raus."

Wo genau liegt das Problem?

"Wir sind zu wechselhaft in unseren Leistungen. Wir müssen endlich die Unsicherheit ablegen und befreit aufspielen. Aber mit jedem Mal, wo es nicht funktioniert, wird es noch schwieriger."

Da könnte doch ein Mentalcoach entgegensteuern?

"Ich habe kein Problem, wenn sich ein Spieler psychologische Hilfe nimmt. Aber ich will es nicht pauschal dem ganzen Team vorschreiben."

Sie haben bereits sieben Startaufstellungen ausprobiert. Warum?

"Wir haben in den ersten fünf Runden aber immer dasselbe System gespielt. Wir sind doppelt besetzt."

Rapid wurde mit Hofmann als Rechtsaußen Meister, er selbst Schützenkönig. Warum spielt er jetzt im Zentrum?

"Steffen hat viel Qualität, aber Drazan, Trimmel, Prokopic und Alar sind dynamischer."

Hütteldorfer Minus-Serie

- Beim 1:1 gegen Mattersburg erzielte Rapid das 1:0 in Minute 55 - das bisher "schnellste" Saisontor der Wiener

- Nach sieben Runden hat Rapid fünf Tore geschossen. Nur Wr. Neustadt hat genauso wenig

- In 7 Spielen probierte Schöttel 7 Aufstellungen

- Kapitän Hofmann kommt nicht in Fahrt. Mitgrund: seine ständig wechselnden Positionen. Über rechts, wo er mit Rapid Meister und Torschützenkönig war, sieht Trainer Schöttel Bessere.

Erich Elsigan

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