Sport

Rapid: Trotz Negativlauf kein Psychologe

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:08

Mit dem Trainerwechsel unmittelbar vor dem 305. Wiener Derby (Sonntag, ab 15.30 Uhr im Live-Ticker) wurde bei Rapid nach einer Unserie ein großes Ausrufezeichen gesetzt. Ein weiteres in Form eines Mentalcoaches wird aber nicht folgen. Die "grün-weißen Krieger" sind überzeugt, dass der Karren jetzt aus dem Dreck gezogen wird.

Mit dem Trainerwechsel unmittelbar vor dem 305. Wiener Derby (Sonntag, ab 15.30 Uhr im Live-Ticker) wurde bei Rapid nach einer Unserie ein großes Ausrufezeichen gesetzt. Ein weiteres in Form eines Mentalcoaches wird aber nicht folgen. Die "grün-weißen Krieger" sind überzeugt, dass der Karren jetzt aus dem Dreck gezogen wird.

"Zoki" Barisic zeigte gleich bei der Pressekonferenz vor dem Derby, dass der Mannschaft vor allem eines wieder vermittelt werden muss - Spaß. Die Freude am Fußball ist den Hütteldorfern in den vergangenen Wochen abhanden gekommen. Und vonseiten der Fans gab es in letzter Zeit keine Aufmunterungen. Barisic versucht es mit Galgenhumor, wie das Video rechts beweist, bei dem er scherzhaft über die Favoritenstellung von Rapid im Derby spricht.

Schlecht über Peter Schöttel, der nach der peinlichen Cup-Pleite gegen Pasching den Hut nehmen musste, redet bei Rapid niemand. Zu groß ist der Respekt vor der Rapid-Legende. "Man darf nicht vergessen, zu welchem Zeitpunkt er gekommen ist. Das war kurz nach dem Platzsturm, und wir hatten uns nicht für den Europacup qualifiziert. Ein paar Monate später haben wir bis zum Schluss um den Titel gespielt und waren in der Europa-League-Gruppenphase", erinnert Verteidiger Mario Sonnleitner.

"Barisic ist der richtige Mann"

Dennoch hört man ein wenig durch, dass die Kicker ein wenig erleichtert sind, dass ein Wechsel an der Spitze vollzogen wurde. "Ich glaube, er ist der richtige Mann, damit wir unser Ziel - einen Europacup-Startplatz - erreichen", meinte Sonnleitner. Auch Markus Katzer hält große Stücke auf den Schöttel-Nachfolger. "Er kann uns in dieser Situation helfen. Er ist ein Vollprofi, der immer auf dem neuesten Stand ist und sich ständig weiterentwickeln will", sagte der Linksverteidiger über seinen neuen Betreuer.

Dass die Rapid-Spieler die Entlassung von Schöttel bewusst "beschleunigt" hatten, wird strikt dementiert. "Da kann ich meine Hand ins Feuer legen, dass das nicht stimmt. Wir sind alle Profis und spielen nie gegen einen Trainer, sondern auch für uns selbst", so Sonnleitner. Doch wurde auch etwas gegen das mangelnde Selbstvertrauen getan? Ein Mentaltrainer wurde nicht engagiert, für den Steirer richtig war.

Kein Mentalcoaching

"Ich habe festgestellt, dass ein Mentaltrainer in einer Mannschaft unterschiedlich aufgenommen wird. Mich stört es nicht, aber es gibt Spieler, die nicht viel davon halten. Wenn das jemand will, soll er sich persönlich einen nehmen", sagte Sonnleitner, der vor einigen Jahren regelmäßig mit einem Mentalcoach arbeitete. Eine Krisensitzung mit dem gesamten Team gab es aber schon und diese soll sehr erfolgreich gewesen sein, .

Vor dem Derby gelobten die geprügelten Kicker Besserung. "Jeder muss vor seiner eigenen Tür kehren und noch mehr machen", forderte Katzer. Ähnlich äußerte sich Sonnleitner. "Wir sind alle gewillt, den Karren aus dem Dreck zu ziehen", versprach der Innenverteidiger.

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