Rapid und Austria: Zuerst Stadion, dann Frauenteams

Bild: GEPA pictures/ Daniel Goetzhaber

Der Frauenfußball boomt. Das ist auch den großen Vereinen der österreichischen Bundesliga nicht entgangen. Sturm Graz und Wacker Innsbruck stellen bereits Teams in der Frauen-Bundesliga. Auch beim Wiener Sportklub und der Vienna ist der Damenfußball angekommen. Bei den beiden Wiener Großklubs Rapid Wien und Austria Wien allerdings noch nicht. Doch auch hier sind Damenteams geplant. Nach den Stadionprojekten...

Der Frauenfußball boomt. Das ist auch den großen Vereinen der österreichischen Bundesliga nicht entgangen. Sturm Graz ist allerdings der einzige Bundesligist, der ein Team in der höchsten Frauenliga stellt. Auch beim Wiener Sportklub und der Vienna ist der Damenfußball angekommen. Bei den beiden Wiener Großklubs Rapid Wien und Austria Wien allerdings noch nicht. Doch auch hier sind Damenteams geplant. Nach den Stadionprojekten...

Die Wiener Austria hatte bereits angekündigt, im Zuge des Infrastruktur-Ausbaus rund um den Verteilerkreis ein Damenteam installieren zu wollen. "Es ist in Wahrheit eine Infrastrukturgeschichte", gestand Austria Wien-Pressesprecher Christoph Plug auf Nachfrage von "Heute.at". "Ein Damenteam kommt erst dann, wenn unsere Vorstellungen in allen Bereichen umsetzbar sind." Das heißt: Zuerst wird der Stadion-Ausbau realisiert, danach soll mit der besseren Infrastruktur ein Damenteam entstehen.

Diesbezüglich werden noch Gespräche geführt. Bei den Mädchen wird Fußball immer populärer, das weiß auch die Wiener Austria: "Der Frauenfußball hat in den letzten Jahren extrem aufgeholt." Dabei sind sich die Veilchen auch ihrer Vorbildwirkung bewusst: "Wir tragen eine soziale Verantwortung als Verein. Ein Damenteam würde sicherlich einen gesellschaftlichen Mehrwert bringen", so Pflug.

Rapid: "Wenn wir es angehen, dann richtig"

Beim SK Rapid war ein Damenteam immer wieder Thema, zur Umsetzung ist es bislang noch nicht gekommen. "Wenn wir es angehen wollen, dann aber richtig", stellte Rapid-Pressesprecher Peter Klinglmüller im Gespräch mit "Heute.at" klar. Dabei ist es vor allem die Infrastruktur, die eine grün-weiße Damenmannschaft vorläufig verhindert. "Wir haben ein tolles Trainingszentrum im Prater, da sind aber nicht so große Kapazitäten vorhanden." 

Für ein erfolgreiches Damenteam bräuchte es auch ausreichend Trainingsmöglichkeiten: "Im Damenfußball wird professionell gearbeitet", so Klinglmüller weiter. Trotzdem versichert der grün-weiße Pressesprecher: "Es war immer wieder Thema. Und mittelfristig wird ein Damenteam kommen. Wir wollen einen Schritt nach dem anderen machen."

Dabei weiß der Rapid-Sprecher auch um die Vorbildwirkung seines Vereins: "Klar kann sich mit dem Engagement der großen Vereine einiges weiterentwickeln. Der Frauenfußball wird sich weiterentwickeln. Wir haben ja auch gute Spielerinnen im Ausland." Bei den Hütteldorfern hat auch eine ehemalige Fußballerin einen Job gefunden: "Sie arbeitet bei uns in der Geschäftsstelle, ist für Marketing zuständig", berichtet Klinglmüller. 
Special Needs-Team in Grün-Weiß

Dafür stellt der österreichische Rekordmeister mit einem "Special Needs"-Team sein soziales Engagement unter Beweisl. "Wir sind sehr stolz, dass wir dieses Team vor einem Jahr ins Leben rufen konnten. Die Jungs trainieren einmal pro Woche. Das kann man von den Trainingszeiten her unterbringen", so Klinglmüller.
Autor: Markus Weber

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