Sport

Rapid und Salzburg mischen international auf

Heute Redaktion
14.09.2021, 17:10

Rapid und Salzburg sorgten international für Aufsehen und machten in der Europa League Werbung für den österreichischen Fußball. Die Hütteldorfer demütigten den deutschen Tabellenführer HSV, Salzburg siegte in Rom bei Lazio.

"Unsere Verteidigung steht wirklich exzellent", sagte HSV-Star Ze Roberto vor kurzem im Heute-Interview (Hier nachzulesen). Davon war im ersten Gruppenspiel aber nichts zu sehen. Während Rapid nach dem sensationellen und gleichermaßen verdienten 3:0-Sieg in den Genuss von Lobeshymnen kommt, geht die deutsche Presse mit dem Tabellenführer in der Deutschen Bundesliga gnadenlos ins Gericht. "Blamage in Wien. HSV, ihr Würstchen", titelt etwa die Bild-Zeitung. "0:3 - Wiener Watschn für den Hamburger SV", ist im Hamburger Abendblatt zu lesen.

Kolossales Salzburg-Finish

Wie Rapid wusste auch Salzburg seinen prominenten Gegner zu überraschen. Lazio war zwar überlegen, die Mozartstädter aber

listiger. Als Lazio den Sieg schon in Sicherheit wog, war Salzburg in Rom mit seinem Latein noch lange nicht am Ende. Salzburg schlug zu und drehte in der Schlussphase das Match, Marc Janko erzielte das Goldtor. Die italienische Sport-Bibel Gazzetta dello Sport fand die richtigen Worte für den Salzburger Sieg: "Lazio stürzt total ein. Salzburg feiert ein Fest".

Die Wiener Austria bezog zwar die höchste Niederlage (0:3) aller österreichischen Klubs an diesem Abend, hatte aber auch die bei weitem schwierigste Ausgangsposition. Mit einer Rumpftruppe, in der auch Spielmacher Acimovic fehlte, waren die Wiener beim Gastspiel bei Athletic Bilbao chancenlos. "Der Spielverlauf war für uns ungünstig mit dem Elfmeter. Dann ist es schwierig geworden. Leider ist uns nach dem 0:2 kein Tor geglückt, da hätten wird den Gegner noch einmal verunsichern können", sagte Trainer Karl Daxbacher. Erschwert wurde die Aufgabe auch dadurch, dass Suttner in der 71. Minute Rot sah.

Sturm wurde zu spät aktiv

Dinamo Bukarest nahm in Graz lange Zeit keinen Sturm, sondern nur einen leichten Wind wahr. Die Blackys konnten nicht an ihre Leistungen aus der Bundesliga anschließen. Erst als die Rumänen zehn Minuten vor Spielende 1:0 führten, kamen die Mannen von Franco Foda besser in Fahrt. Sportdirektor Kreuzer trauert den verlorenen Zählern nach: "Eigentlich sollte man zu Hause gegen Bukarest nicht verlieren. Jetzt warten zwei schwere Spiele in Istanbul und Athen. Aber wir werden auch dort unsere Chancen suchen."

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