Anfangs gut gespielt, verdient geführt, doch letztlich verloren: Rapid unterlag im ausverkauften Hanappi-Stadion dem deutschen Traditionsverein Schalke 04 mit 2:1.
Die "Rapid-Viertelstunde" stand dieses Mal nicht am Ende, sondern am Anfang des Matches: Die Grün-Weißen begannen das Match gegen Schalke druckvoll. Einen guten Lochpass von Stefan Maierhofer auf Jimmy Hoffer konnte die Abwehr der Königsblauen in letzter Sekunde blocken, wenige Minuten später überrumpelte Hoffer drei Schalker Verteidiger, schoss aber zu schwach aufs Tor. In Minute 22 verschoss Hoffer nach einer Flanke von Andreas Dober.
Schalke übernimmt Kommando - Rapid trifft
Nach dem anfänglichen Sturmlauf übernahm Schalke das Kommando. Chancen im Minutentakt - vor allem Jefferson farfan (26. und 28. Minute) machte Rapid-Goale Helge Payer viel Arbeit. Auf der anderen Seite schlug "Jimmy" zu. Nach idealem Zuspiel von Steffen Hofmann netzte der kleine Torjäger ein - 1:0.
Elfer zum 1:1 - Abwehrfehler zum 2:1
Als Schwachstelle Rapids entpuppte sich die Innenverteidigung. Jürgen Patocka wusste sich in Minute 38 nur mit einem Foul im Strafraum gegen Farfan zu helfen - Rakitic verwertete den Strafstoß zum Ausgleich. Kurz nach der Pause dasselbe Bild: Neo-Abwehrchef Milan Jovanovic wurde von Kevin Kurany düpiert, der ehemalige deutsche Teamspieler schoss sicher ein. Schalke drückte weiter. Erst gegen Ende konnte sich Rapid erfangen, in der 82. Minute hatte Hofmann den Ausgleich am Fuß, scheitere jedoch an Schalke-Keeper Mathias Schober.
Pacult zufrieden
"Für uns war es ein wichtiger Test. Man sieht die deutsche Bundesliga hat ein anderes Tempo, aber die Mannschaft hat sich sehr gut verkauft. Natürlich verliert man nie gern. Wir hatten die Möglichkeit das Spiel anders zu gestalten. Wichtig war aber die gute Leistung", erklärte Rapid-Coach Peter Pacult. Am Donnerstag kämpfen die Hütteldorfer gegen die albanische Mannschaft Vllaznia Schkodra um den Einstieg in die Europa-League.
Magath: "Gutes Spiel, viel Tempo"
"Das war ein sehr gutes Spiel mit viel Tempo. Auf beiden Seiten hat es Tormöglichkeiten gegeben, von daher haben die Fans ein schönes Jubiläumsspiel gesehen. Bei Schalke müssen wir jetzt daran arbeiten die Mannschaft neu zu gestalten. Das ist eine reizvolle Aufgabe. Die Erfolge der Vergangenheit zählen nicht", sagte Schalkes Neo-Coach Felix Magath.
Erstes Zusammentreffen seit 1941
Den Königsblauen gelang mit dem Sieg die "Revanche" für das verlorene Endspiel um die deutsche Meisterschaft im Jahr 1941. Seit der 3:4-Niederlage im Berliner Olympiastadion, als Rapid einen 0:3-Rückstand aufholte, haben die beiden Teams nie wieder gegeneinander gespielt. Vor dem Spiel wurde der auch langen Geschichte des SK Rapid gedacht: Die Vereinslegende Alfred Körner sang die erste Rapid-Hymne; Leopold Gernhardt - das letzte lebende Mitglied der Rapid-Mannschaft von 1941 - führte den Ehrenanstoß aus.