Rapid verliert "nur" 0:3 gegen Leverkusen

Rapid verlor auch das 4. Spiel in der Gruppenphase der Europa League. In Leverkusen schlitterten die Hütteldorfer in eine 0:3-Niederlage.

Nach einer weiteren erschreckend schwachen Darbietung ist klar, Rapid kann sich nicht mehr für die K.O.-Phase in der Europa League qualifizieren. Aber davon gingen nach dem Hinspiel in Wien ohnehin nur mehr die kühnsten Optimisten aus. Peinlicher ist jedoch, dass Rapid das einzige von 48 Teams in der Gruppenphase ist, das noch nicht einen Punkt zu Buche stehen hat.

Frühe Führung, dann "Energiesparmodus"

Der Traum vom "Wunder von Leverkusen" zerplatzte bereits in der 4. Minute. Nach einem Corner flankte Schürrle in den Strafraum auf Fernandes, der sich im Kopfballduell gegen Sonnleitner durchsetzte. Der Ball knallt an die Latte, danach überreißt Hegeler die Situation am schnellsten und köpft zur 1:0-Führung ein. Danach schaltete die Bayer-Werkself zwei bis drei Gänge zurück und begab sich in einen "Energiesparmodus".

Amateur-Kicker als Hofmann-Ersatz

Die schwer ersatzgeschwächten Rapidler konnten daraus aber keinen Profit schlagen. Peter Schöttel überraschte mit Verteidiger Harald Pichler im defensiven Mittelfeld und Dominik Wydra in der Hofmann-Rolle. Der 18-Jährige von den Amateuren brachte es bis vor dem Spiel auf 87 Minuten Einsatzzeit bei den "Großen".

Irgendwie gelang es Rapid dann doch, Torchancen herauszuspielen. In der 34. Minute kam Kulovits nach einer guten Kombination über Schrammel und Boyd alleine vor dem Tor zu einer Möglichkeit, schoss aber weit daneben. Kurz vor der Pause hatte Trimmel großes Pech, als er nach einem Kopfball nur die Stange traf. Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie dann endgültig, obwohl Leverkusen noch weniger Aufwand betrieb.

Nur Rapid-Fans reif für Europa League

In der 53. Minute landete ein Befreiungskopfball nach einem Freistoß genau vor dem Sechzehner. Dort lauerte Schürrle, der mit einem satten Schuss auf 2:0 erhöhte. Die endgültige Entscheidung brachte ein Kopfball-Tor von Friedrich in der 66. Minute nach einem Corner. Danach tat sich am Spielfeld so gut wie nichts mehr. Nur die Rapid-Fans zeigten an diesem Abend ihre beste Leistung. Die 4000 Mitgereisten feierten unabhängig vom Spielstand ein Riesenfest und werden mit ihrer tollen Darbietung wohl mehr Eindruck hinterlassen haben.

"Drei Tore aus Standards sind eine eindeutige Sprache. Trotzdem hat es die Mannschaft gut hinbekommen. Wir haben uns Chancen erarbeitet und hätten uns ein Tor verdient gehabt", beurteilte Rapid-Trainer Peter Schöttel die Leistung.

Metalist Charkiw gewann das Parallelspiel gegen Rosenborg Trondheim mit 3:1. Damit sind Leverkusen und Charkiw bereits fix für die K.O.-Runde qualifiziert.

Bayer Leverkusen - SK Rapid Wien 3:0 (1:0)

Leverkusen, BayArena, 19.842, SR Libor Kovarik (CZE)

Tore: 1:0 ( 4.) Hegeler, 2:0 (53.) Schürrle, 3:0 (66.) Friedrich

Leverkusen: Rensing - Carvajal (74. Carlinhos), Friedrich, Toprak, Hosogai - Rolfes, Reinartz, Hegeler - Sam (46. Castro), Schürrle (62. Renato Augusto) - Fernandes

Rapid: Königshofer - Schimpelsberger, Sonnleitner, Gerson, Schrammel - Pichler - Trimmel, Kulovits, Wydra, Grozurek - Boyd (86. Prokopic)

Gelbe Karten: Carvajal, Reinartz bzw. Kulovits, Boyd

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