Sport

Rapid versteht seine Fans nicht mehr

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:33

Die "Ultras Rapid", der einflussreichste Fanklub des Rekordmeisters, wollen beim 300. Wiener Derby aus Protest keine Gesänge anstimmen (Heute.at berichtete). Doch nachvollziehen können dies weder Spieler noch Trainer.

Die "Ultras Rapid", der einflussreichste Fanklub des Rekordmeisters, wollen beim 300. Wiener Derby aus Protest keine Gesänge anstimmen (). Doch nachvollziehen können dies weder Spieler noch Trainer.

Der Streik der Ultras ist eine Nachwehe des Platzsturms, seinen Folgen sowie den jüngsten Urteilen im . Den Hardcore-Anhängern stößt es aber vor allem sauer auf, dass Rapid das Heimmatch im Prater und nicht in Hütteldorf veranstaltet. Aus Protest wollen die Ultras, die einer der Hauptgründe sind, wieso der Rekordmeister auch internationale Anerkennung für seinen Fan-Support bekommt, während der 90 Minuten stumm bleiben.

"Die Fan-Thematik beschäftigt uns natürlich schon das ganze Jahr. Ich habe im Herbst gelernt, dass ich die Dinge so nehme, wie sie sind. Ich finde es schade, wenn die Mannschaft nicht die Unterstützung erhält, die sie in den letzten Jahren gewohnt war", ist Rapid-Coach Peter Schöttel enttäuscht, fügt aber in Hinblick auf die Tabellenführung hinzu: ""Wir haben auch im Herbst damit ganz gut leben gelernt."

Rapid-Präsident Rudolf Edlinger geht davon aus, dass sich der Rest des grün-weißen Anhangs dem Protest nicht anschließen wird. Das hofft auch Tormann Lukas Königshofer, dessen Vertrag bei den Hütteldorfern am Donnerstag bis 2014 verlängert wurde. Er ist über den fehlenden Support traurig: "Natürlich kriegen das auch wir Spieler mit. Es ist schade, dass uns ein Teil der Fans nicht unterstützen wird. Aber ich hoffe, dass die anderen umso mehr Gas geben werden."

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