Für Rapid geht es heute ab 19 Uhr nicht nur um den für den Aufstieg bedeutungslosen Platz drei in der Gruppe C der Europa League. Das Duell gegen Celtic Glasgow ist eine Sache der Ehre für die Hütteldorfer. Zudem winkt eine Siegesprämie von 120.000 Euro - den Fans wird also alles andere als ein langweiliges Geplänkel geboten werden.
"Wir wollen gewinnen und uns bei den Fans für die tolle Unterstützung in diesem Jahr bedanken", gibt Trainer Peter Pacult die Marschroute für Rapid vor. Der Rückhalt, den die Hütteldorfer während aller Europa League-Auftritten von ihren Fans bekamen, war tatsächlich rekordverdächtig.
Rapid hat die meisten Fans
Mit durchschnittlich 49.425 Zuschauern bei ihren Heimspielen im stets ausverkauften Ernst-Happel-Stadion (ganz zu schweigen von den bis zu 7.500 bei Auswärtsspielen) führen die Grün-Weißen sogar die Zuschauerbilanz des Bewerbs an - noch vor Kalibern wie Schachtjor Donezk, Celtic und dem HSV.
Auch heute warten wieder bis zu 50.000 Fans auf einen Sieg der Grün-Weißen aus Wien über ihre Konkurrenz aus Schottland mit denselben Vereinsfarben. Die Stimmung ist schon vor der Partie aufgeheizt. 800 schottische Anhänger - mager im Vergleich zu den 2.500 Rapidlern Anfang Oktober in Glasgow - werden in Wien erwartet. Eigentlich sollten es 2.800 sein, doch der Großteil der Tickets wurden einfach wieder zurückgeschickt.
Stadion ausverkauft, aber nicht voll
So wird das Happel-Stadion heute zwar nicht voll sein, der Stimmung wird das allerdings selbst bei Temperaturen von bis zu minus acht Grad keinen Abbruch tun. Während Rapid nämlich maximal auf den angeschlagenen Mittelfeldspieler Markus Heikkinen verzichtet, will Glasgow-Coach Tony Mowbray einige seiner Stammspieler schonen. Für einen ehrenvollen Abschied der Hütteldorfer aus der Europa League sind also alle Weichen gestellt.
Wer sich jetzt noch auf den Weg macht, ist gut beraten, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Mit der U2, die wegen des Spiels in kürzeren Intervallen verkehrt, kommen Fans bis vor die Tore des EM-Finalstadions von 2008.