Sport

Rapid will gegen WAC Anschluss nicht verlieren

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:46

In der Fußball-Europa-League ist Rapids letzte theoretische Aufstiegshoffnung seit Donnerstag dahin, in der Bundesliga aber wollen die Hütteldorfer am Sonntag (18.30 Uhr) daheim gegen den WAC die Chance im Titelrennen wahren.

Angesichts von sechs Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Austria benötigen die Grün-Weißen gegen die Kärntner unbedingt einen Sieg, wie auch Trainer Peter Schöttel weiß: "Wir wollen gewinnen, wir wissen, dass es von uns verlangt wird, und wir werden gewinnen."

Rapid weiterhin ersatzgeschwächt

Die Zuversicht des 45-Jährigen wird durch die Rückkehr von Guido Burgstaller und Muhammed Ildiz genährt, auch die Youngsters Louis Schaub und Dominik Starkl stehen wieder zur Verfügung. Allerdings fallen einige Stammspieler - allen voran Kapitän Steffen Hofmann - weiterhin aus.

blieb die Mannschaft eine Nacht länger in Deutschland, um besser regenerieren zu können. Damit wurden die Lehren daraus gezogen, dass Rapid nach den bisherigen drei Europacup-Auswärtsspielen dieser Saison in der Meisterschaft gerade einmal einen Punkt holte.

Respekt vor WAC

Ein Ausrutscher gegen den Aufsteiger würde die seit Wochen angespannte Stimmung im und rund um den Verein nicht gerade verbessern. "Wenn wer nicht gewinnen, würde das die Situation noch verschärfen", vermutete Schöttel. Im Titelkampf wäre aber noch nichts verloren. "Wir waren in dieser Saison schon einmal fünf, sechs Punkte hinten, und dann hat sich wieder alles zusammengeschoben", betonte der Coach.

Vor dem WAC zeigte Schöttel großen Respekt. "Er spielt in der Bundesliga eine tolle Rolle, ist sehr spielstark und hat mit Nenad Bjelica einen schlauen Trainer", sagte der 45-Jährige.

Bjelica stellte seine Cleverness unter Beweis, indem er Rapid im Vorfeld der Partie über den grünen Klee lobte. "Die Rapidler haben sich in Leverkusen 50, 60 Minuten lang sehr gut präsentiert. Für mich waren sie die bessere Mannschaft mit den besseren Chancen, sie haben unverdient verloren", erklärte der Kroate.

WAC für erneute Überraschung bereit

Weder die Doppelbelastung noch die Personalsorgen der Hütteldorfer wertet Bjelica als Vorteil für sein Team. "Ich glaube nicht, dass die körperliche Belastung bei ihnen zu groß ist. Und Rapid hat 20 Top-Spieler, da sind zwei, drei Ausfälle nicht entscheidend. Außerdem fehlen bei uns auch zwei Spieler", sagte der 41-Jährige mit Hinweis auf die Verletzungen von Michele Polverino und Gernot Messner.

Ganz konnte Bjelica aber nicht verhehlen, dass er gegen den angeschlagenen Rekordmeister mit einer Überraschung wie beim 1:0 in Kärnten im vergangenen August spekuliert. "Wenn von unserer Seite her alles passt, haben wir die Chance, etwas mitzunehmen", meinte der Trainer der seit vier Runden sieglosen Wolfsberger.

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