Rapid zahlte für Polizei-Einsätze 1,2 Millionen Euro

Müssen Fußballklubs künftig für Polizeieinsätze rund um die Heimspiele zahlen? Ein VP-Antrag im niederösterreichischen Landtag will genau das.
Der Skandal rund um das Wiener Derby zwischen Austria und Rapid (6:1) vom 16. Dezember könnte schwere finanzielle Folgen für die österreichischen Fußballklubs haben.

Sollen Klubs Einsätze bezahlen?



Im niederösterreichischen Landtag brachte die ÖVP einen Antrag ein, der die Klubs zur Kasse bitten soll. Die Vereine sollen künftig Polizeieinsätze rund um die Spiele, vor allem bei der An- und Abreise, selbst bezahlen. Dabei soll stärker das Verursacherprinzip im Fokus stehen.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. So kostete etwa der Polizeieinsatz, bei dem 1.338 Rapid-Fans vor dem Derby von 800 Exekutivbeamten knapp sieben Stunden eingekesselt wurden rund 190.000 Euro.

Bundesligisten zahlen bereits



Die österreichische Bundesliga zeigte sich am Mittwoch über den VP-Antrag verwundert. Denn die Bundesliga-Klubs zahlen – im Gegensatz zu anderen europäischen Ligen – bereits für Polizeieinsätze, wie Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer der APA erzählte.

Demnach kostet eine Einsatzstunde eines Beamten 46 Euro. Vor dem Spiel wird in einem Bescheid die Anzahl der Exekutivkräfte bestimmt. Und damit die Kosten.

Rapid und Austria blechten Millionen



So mussten etwa die Hütteldorfer in der abgelaufenen Saison insgesamt 1,2 Millionen Euro für Polizeieinsätze ausgeben. Der Erzrivale Austria zahlte rund eine Million Euro. Darin sind Ausgaben für Ordnerdienste und Sicherheitskräfte noch nicht einkalkuliert.

Doch wann könnte das Verursacherprinzip gelten? "Wie weit geht die Verantwortung des Veranstalters, etwa wenn Rapid in Innsbruck spielt. Beginnt sie dann schon bei der Abreise am Bahnhof in Wien?", sieht Ebenbauer noch viele Fragen offen. (Heute Sport)

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