Sport

Rapids Peschek: "Fürchten keine weitere Strafe"

Heute Redaktion
13.09.2021, 21:06

Der "alternative Fan-Sektor" von Rapid stößt der Liga sauer auf. "Es wäre wichtig, dass sie ihr eigenes Urteil lesen", richtet Geschäftsführer Peschek aus.

Rapid droht die nächste Strafe, schließlich legt sich der Verein mit der Umgehung der Sektorsperre mit der Bundesliga an. Zur Erinnerung: Die "Grün-Weißen" werden den Auswärtssektor gegen den SKN St. Pölten zum Fansektor umwandeln, was bei den Ligaverantwortlichen alles andere als gut ankommt. Ein Grund für Sperre der beiden Tribünen hinter dem Tor nach dem Skandalderby war auch, dass man die Bildung eines alternativen Fan-Sektors verhindern wollte.

Doch genau das Gegenteil wird nun von Rapid vorangetrieben, der Gästesektor wird in der nächsten Runde für ein Spiel zur Heimat der organisierten Fan-Szene. Das verkündete der Verein am Samstag mit einer Botschaft auf der Homepage.

"Wäre wichtig, dass sie ihr eigenes Urteil lesen"

Von einer möglichen weiteren Strafe will Rapid-Geschäftsführer Christoph Peschek im Gespräch mit der "Krone" aber nichts wissen. "Unsere Vorgehensweise wird durchgezogen, wir fürchten keine weitere Strafe", erklärt der 34-Jährige. Seine Argumentation: Für den Klub zählt nur das Urteil der Bundesliga – und in diesem wird nicht festgehalten, dass das Öffnen alternativer Fan-Sektoren verboten ist. "Für uns ist klar, dass zwischen einem Urteil und einer Presseaussendung ein riesiger Unterschied besteht", führt Peschek weiter aus. "Rechtswirksam ist nur das Urteil. Insofern wäre wichtig, dass sie ihr eigenes Urteil lesen."

Und ebendieses Urteil ist Peschek sowieso ein Dorn im Auge: "Der Senat 1 hat ein aus unserer Sicht vollkommen unverhältnismäßiges Urteil getroffen. Ich weiß, dass auch (Bundesliga-Vorstand Christian, Anm.) Ebenbauer nicht glücklich mit Kollektivstrafen ist."

(red.)

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