Wer in der Nacht von Freitag auf Samstag mit dem Auto in Wien unterwegs war, dem ist sofort die große Polizeipräsenz aufgefallen. Grund dafür war eine bezirksübergreifende Schwerpunktkontrolle – mit hunderten Anzeigen, mehreren Festnahmen und sogar einer Pkw-Beschlagnahme.
Einsatzkräfte aus Josefstadt, Fünfhaus, Ottakring und Döbling sowie der Landesverkehrsabteilung waren im gesamten Stadtgebiet unterwegs. Ziel: mehr Verkehrssicherheit und das Aufdecken von Straftaten.
Die Bilanz kann sich sehen lassen: Insgesamt wurden 199 Geschwindigkeitsanzeigen ausgestellt – der Großteil davon mittels Laser- und Radarmessungen. Dazu kommen 313 weitere Anzeigen im Straßenverkehr.
Auch abseits von Tempoverstößen griffen die Beamten durch:
61 Anzeigen nach dem Kraftfahrgesetz, 50 weitere Verwaltungsanzeigen sowie fünf Anzeigen wegen Fahrens unter Alkohol- oder Suchtgifteinfluss wurden gelegt.
Neben Verkehrsdelikten kam es auch zu zwei Festnahmen – unter anderem wegen gewerbsmäßigen Diebstahls. Zudem führten die Polizisten über 300 Identitätsfeststellungen durch und stellten mehrere Gegenstände sicher.
Besonders dreist: Ein 33-jähriger Kroate raste auf der Brünner Straße mit 121 km/h durch den 50er-Bereich. Seine Erklärung gegenüber den Beamten: Die Straße sei frei gewesen, außerdem habe er nur seinen Dieselpartikelfilter "durchpusten" wollen. Der Führerschein war trotzdem weg – einer von insgesamt neun abgenommenen Lenkberechtigungen. Auch das Auto wurde vorläufig beschlagnahmt.
Für einen weiteren Einsatz sorgte ein 47-jähriger Lenker: Er krachte gegen 19:40 Uhr auf der Heiligenstädter Straße in einen abgestellten Reisebus. Der Mann stand laut Polizei unter Alkohol- und Suchtgifteinfluss und erlitt eine Kopfverletzung. Er wurde ins Spital gebracht.
Im Zuge der Aktion verhängten Schnellrichter 61 Strafverfügungen – insgesamt wurden 16.195 Euro fällig. Solche Schwerpunktaktionen sollen laut Polizei regelmäßig stattfinden, um die Sicherheit in Wien weiter zu erhöhen.