Brasiliens Superstar Roberto Carlos wurde in der russischen Liga Opfer eines rassistischen Übergriffs. Anhänger der gegnerischen Mannschaft bewarfen den 38-Jährigen mit einer Banane. Sollte so ein Vorfall noch einmal passieren, dann will der Außenverteidiger seine Karriere beenden.
Es war die letzte Minute der regulären Spielzeit zwischen Krylya Sovetov und Anzhi Makhachkala in der russischen Liga. Roberto Carlos erhält in der eigenen Hälfte einen Pass seines Goalies, als ihm plötzlich eine Banane vor die Füße fliegt.
Der 38-Jährige wartet nicht auf den Schlusspfiff, sondern verlässt frühzeitig das Feld. Anzhi führt zu diesem Zeitpunkt mit 3:0. Beim Gehen streckt er den gegnerischen Fans zwei Finger entgegen. Damit weist er auf den traurigen Umstand hin, dass er bereits zum zweiten Mal Opfer einer rassistischen Attacke russischer Fans wurde.
In der Kabine sei der ehemalige Real-Madrid-Star in Tränen ausgebrochen, berichteten Teamkollegen später. Sollte so ein Vorfall noch einmal passieren, werde er seine Karriere an den Nagel hängen, kündigte der Außenverteidiger mit der legendären Schusstechnik nach dem Match an.
Rassismus ist ein großes Problem in der russischen Gesellschaft, was auch auf den Fußball abfärbt. Im Jahr 2018 wird Russland Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft. Bis dahin werde es Anti-Rassismus-Kampagnen geben, kündigte der Chef des Organisationskomitees, Alexej Sorokin, an.