Rätsel um toten Ski-Profi: Vor Absturz bewusslos?

Die Schweiz trauert um Abfahrts-Hoffnung Gian Luca Barandun. Sein tödlicher Unfall mit dem Kiteschirm gibt Rätsel auf. Die Polizei ermittelt.
Gian Luca Barandun wurde nur 24 Jahre alt. Beim Snowkiten flog er am Sonntag ein riskantes Manöver, krachte auf den Boden und erlag seinen Verletzungen. Nach dem Tod des Abfahrts-Talents bleiben Fragen offen. Wieso flog er eine riskante Steilspirale? War er schon in der Luft bewusstlos? Und welche Rolle spielt sein Ausbildner? Die Polizei ermittelt.

Wenig Erfahrung



Fest steht: Barandun war noch nicht sehr routiniert mit dem Gleitschirm. Gusti Oehrli, Rennchef von Ausrüster Salomon in der Schweiz, fragt sich: "Ist es nicht fahrlässig, wenn ein Fluglehrer einen unerfahrenen Schüler wie Gian Luca ein so schwieriges Manöver wie die Steilspirale fliegen lässt?"

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Inzwischen wird davon ausgegangen, dass sein Ausbildner noch versuchte, das Schlimmste zu verhindern. "Gemäß meinen Informationen hat der Lehrer in einer ziemlich frühen Phase des Fluges erkannt, dass Gian Luca irgendein Problem hat", berichtet Oehrli. "Er hat deshalb sofort versucht, Gian Lucas Flug mit Funksprüchen zu korrigieren. Aber offenbar hat Gian Luca bereits vor dem Landeanflug keine Antwort gegeben."

Bewusstsein verloren?



Dadurch stellt sich eine andere Frage: Hat Barandun aufgrund der starken Belastung in der Luft womöglich das Bewusstsein verloren? Wieso reagierte er nicht auf die Anweisungen? Ob ein gesundheitliches Problem zum tödlichen Unfall geführt hat, soll nun geklärt werden. "Um diese Frage schlüssig zu beantworten, wird Gian Lucas Leiche einer Autopsie unterzogen", erklärt Oehrli. Die Untersuchungen sollen bis Ende der Woche abgeschlossen sein. (heute.at)

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