Real-Kapitän Ramos: "Alaba hat Zeug zum Star"

Der Kapitän des im Halbfinale ausgeschiedenen Real Madrid, Sergio Ramos steht "Heute" Rede und Antwort zu Fragen über die Deutschen, die Spanier, das Champions-League-Finale und natürlich David Alaba.

Der Kapitän des im Halbfinale ausgeschiedenen Real Madrid, Sergio Ramos steht "Heute" Rede und Antwort zu Fragen über die Deutschen, die Spanier, das Champions-League-Finale und natürlich David Alaba.

"Heute": Herr Ramos, was machen Sie diesen Samstagabend?

Ramos: "Ich sitze vorm Fernseher und schaue das Champions-League-Finale. So wie viele Fans."

Sie sind "Deutschland-Spezialist". Letztes Jahr scheiterten Sie an den Bayern, heuer an Dortmund. Wie sehr schmerzt das?

"Es tat weh, auszuscheiden. Hätten wir in Dortmund so gespielt wie dann im Rückspiel, wäre es anders gekommen. Aber für Wehmut ist kein Platz im Fußball. Wichtig ist: Aus Fehlern zu lernen – und Kraft schöpfen."

Experten meinen, Spaniens Ära als Fußball-Nation Nummer 1 gehe dem Ende zu.

"Spanien führt das FIFA-Ranking an, wir können heuer beim Confed-Cup Geschichte schreiben. Jetzt gewinnt ein deutscher Verein die Eliteliga und löst damit einen englischen Klub ab. Ich sehe das nicht so dramatisch."

Wer ist Final-Favorit?

"Beide Teams sind top. Das Endspiel wird ein Fußball-Fest, das ist das Wichtigste."

Große Spiele werden oft von großen Spielern entschieden. Dortmund-Torjäger Lewandowski traf gegen Real im Halbfinale vier Mal. War er ihr bisher unangenehmster Gegenspieler?

"Schwer zu sagen. Denn jeder Stürmer ist eine Herausforderung. Er wollte Tore schießen, ich wollte genau das verhindern. Fakt ist: Er hat in 90 Minuten vier Tore gemacht."

Im Rückspiel haben Sie dann Härte walten lassen.

"Es ging um den Einzug in ein Europacup-Finale."

Was halten Sie vom Österreicher David Alaba?

"Alaba ist sicher eines der größten Talente derzeit. Er hat das Zeug zum Star."

So wie er waren auch Sie Frühstarter. Mit 18 das Debüt im Nationalteam, heute sind Sie der jüngste Spieler in Europa mit 100 Länderspielen.

"Das macht mich stolz. Ganz ehrlich: Mir geht es im Fußball auch um persönliche Erfolge. Die 150 Länderspiele von Lothar Matthäus zu übertreffen, das wäre so ein Traum für mich."

Der letzte Verteidiger, der sich zum Weltfußballer kürte, war der Italiener Fabio Cannavaro 2006.

"Es wäre gerechter, diese Trophäe nach Positionen zu vergeben. Denn als Verteidiger hast du es schwerer. Ich hätte die letzten Jahre übrigens Cristiano Ronaldo gewählt – und Iker Casillas."

Wie groß sind die Chancen, dass Sie 2014 mit Real die Champions League gewinnen und wenige Wochen später mit Spanien den WM-Titel holen?

"Es wäre ein tolles Double. Und es ist mein großes Ziel."

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