Im aufgeheizten Duell der beiden "Königsklassen"-Rivalen vom letzten Spieltag netzte Vinicius Junior in der 50. Minute sehenswert zum 1:0 für die Madrilenen und brachte Real im Play-off-Hinspiel des Achtelfinals in der "Königsliga" damit auf Aufstiegskurs.
Nach seinem Treffer wurde es aber hitzig. Der Brasilianer weigerte sich plötzlich, weiterzuspielen, verließ das Spielfeld und nahm auf der Real-Bank Platz – ohne ausgewechselt oder des Feldes verwiesen worden zu sein. Vinicius dürfte wohl rassistisch beschimpft worden sein, womöglich von Gegenspieler Gianluca Prestianni. Ersten Meldungen zufolge soll das Wort "Affe" gefallen sein.
Sogar Benfica-Coach Jose Mourinho nahm den Brasilianer in den Arm und tröstete ihn. Nach rund acht Spielminuten ging es weiter – auch für Prestianni, der nicht sanktioniert wurde. Stattdessen hagelte es in der Folge laute Pfiffe für den brasilianischen Star-Spieler der Madrilenen.
Coach Mourinho sah in der 86. Minute dann die gelb-rote Karte und musste auf die Tribüne, weil sich der Portugiese darüber beschwert hatte, dass Vinicius zuvor nicht selbst die Ampelkarte gesehen hatte. ÖFB-Legionär David Alaba saß über die volle Spielzeit auf der Real-Ersatzbank.
Titelverteidiger Paris St.-Germain zog im Duell mit dem Ligarivalen Monaco derweil den Kopf aus der Schlinge, fuhr im Fürstentum einen 3:2-Auswärtssieg ein, nachdem die Pariser bereits durch einen Doppelpack von Folarin Balogun (1., 18.) mit 0:2 zurücklagen. Desire Doue (29., 67.) und Achraf Hakimi (41.) schossen den Titelverteidiger zum Sieg, Vitinha vergab in der 22. Minute vom Elfmeterpunkt. Monacos Aleksandr Golovin sah in der 48. Minute Rot.
Borussia Dortmund stieß die Tür zum Weiterkommen in der Champions League ganz weit auf. Serhou Guirassy (3.) und Maximilian Beier (42.) sorgten für einen 2:0-Heimerfolg gegen Atalanta Bergamo. Den sah ÖFB-Ass Marcel Sabitzer allerdings über weite Strecken von der Bank aus, wurde in der 83. Minute eingewechselt. So wie 13 Minuten zuvor der womöglich Bald-Österreicher Carney Chukwuemeka (70.).
Die Partie im Signal Iduna Park wurde aufgrund eines Verkehrschaos in Dortmund mit 15-minütiger Verspätung gestartet. Verantwortlich dafür war ein zeitgleich stattfindendes Konzert von Herbert Grönemeyer.
Juventus Turin droht derweil das vorzeitige Aus. Die "Alte Dame", aktuell Fünfter der Serie A, ging gegen Galatasaray Istanbul mit 2:5 unter. Gabriel Sara (15.), Noa Lang mit einem Doppelpack (49., 74.), Davinson Sanchez (60.) und der von Bayern München geholte Sacha Boey (86.) trafen für die Türken, drehten die zwischenzeitliche 2:1-Führung der Italiener durch einen Doppelpack von Teun Koopmeiners (16., 32.). Juves Juan Cabal flog in der 67. Minute mit Gelb-Rot vom Platz.
Die Sieger der K.o.-Duelle schaffen den Sprung ins Achtelfinale der Champions League. Die Rückspiele steigen in der kommenden Woche.
Die Rückspiele um den Einzug ins Achtelfinale der Champions League steigen am 25. Februar.