Sport

Rechts gegen links! Gewalt eskaliert im Bullen-Lager

RB Leipzig hat ein Gewaltproblem. Der Konflikt zwischen zwei Fanklubs droht zu eskalieren. Der Verein will das verhindern.
Heute Redaktion
13.09.2021, 22:22

RB Leipzig hat sich als Top-Klub in der deutschen Bundelsiga etabliert. Das scheint etwas mehr als ein Jahr nach dem Aufstieg der Bullen-Filiale festzustehen. Fans von Traditions-Klubs stößt das sauer auf. "Retortenklub" RB habe keine Existenzberechtigung, keine Seele, keine Fans - so der allgemeine Tenor unter den Red-Bull-Gegnern.

Die Realität in Leipzig sieht anders aus. Der Klub entwickelte in seiner noch jungen Geschichte schnell eine passionierte Fanszene. Die Heimspiele des Klubs aus dem Osten sind gut besucht. Verschiedene Fanklubs haben sich geformt und sorgen für Stimmung.

Gewalt zwischen zwei Fanklubs

Die Hingebung zum eigenen Klub geht bei manchen sogar schon zu weit. RB Leipzig hat ein Gewaltproblem.

In den vergangenen Wochen eskalierten Spannungen zwischen zwei Fanklubs von RB Leipzig. Anfang November wurden nach dem 2:1-Heimsieg gegen Hannover zwei Mitglieder des Fanklubs "Red Aces" in der Nähe der Arena verprügelt. Einer der beiden erlitt einen Nasenbeinbruch.

Dahinter soll ein politischer Konflikt stecken. Die Täter stammen aus den eigenen Reihen. Ungefähr zeitgleich mit dem Bundesliga-Aufstieg formierte sich die Gruppe "L.E. United". Sie werden dem rechten politischen Lager zugeordnet, teils mit radikalem Gedankengut. Die "Red Aces" gelten als linke Fangruppierung, bezeichnen "United" als "rassistisch und homophob".

Mehrfach soll es zu Übergriffen von "United"-Mitglieder auf "Aces" gekommen sein.

RB verurteilt Gewalt



Der Verein verurteilt die Gewalt und ist bemüht, den Konflikt im Keim zu ersticken. RB Leipzig will ein "Familienverein" bleiben. Sollte sich ein Vorfall wie der tätliche Angriff nach den Hannover-Match wiederholen, drohen Hausverbote.

Die Beschuldigten wehren sich hingegen gegen die Schilderung der Opfer, kündigten rechtliche Schritte an. (Heute Sport)

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