Der Bundesliga-Klub findet eine interne Lösung. Daniel Beichler, kommt von Kooperationsklub FC Liefering, wird nun zum Cheftrainer der "Bullen" befördert. Der 37-jährige Ex-Teamspieler ist seit 2020 in Salzburg als Trainer tätig und hatte bereits mehrere Funktionen in der Akademie inne.
Am Dienstag zog Red Bull Salzburg die Reißleine und stellte Trainer Thomas Letsch vom Dienst frei. Doch wer glaubt, das sei eine Kurzschluss-Reaktion gewesen, liegt daneben. Denn ausgerechnet Jürgen Klopp, Head of Global Soccer bei Red Bull, ließ bei seinem Besuch im Austria House in Cortina aufhorchen. "Solche Dinge passieren normalerweise auch nicht über Nacht", sagte der Deutsche am Rande der Olympischen Spiele. Heißt im Klartext: Der Trainerwechsel dürfte schon länger vorbereitet worden sein.
In Salzburg scheint man also nicht erst seit Sonntagabend, nach dem ungenügsamen 1:1 gegen Tabellenschlusslicht GAK, über einen Neustart auf der Bank nachgedacht zu haben. Vielmehr deutet alles darauf hin, dass man intern längst einen Plan B in der Schublade hatte. Dazu passend: Beichler soll Wunschkandidat bei Sturm Graz gewesen sein. Doch Salzburg blockte eine Anfrage eiskalt ab und wollte den Steirer nicht ziehen lassen.
"Er kennt unseren Klub seit Jahren sehr gut und damit einhergehend auch unsere Spiel- und Ausbildungsphilosophie. So hat er mit Jannik Schuster, Tim Trummer oder Joane Gadou bereits etliche Spieler trainiert, die mittlerweile im Kader bei uns stehen", erklärte Sport-Geschäftsführer Marcus Mann.
Beichler wird am Sonntag beim Schlager-Spiel gegen den Tabellenzweiten und direkten Titel-Konkurrenten LASK erstmals an der Seitenlinie der "Bullen" stehen. "Ich freue mich riesig über das Vertrauen, das mir der Klub entgegenbringt, und auf die spannende Aufgabe", sagte er über seinen neuen Posten.