Red-Bull-Star Verstappen wirft Ferrari Betrug vor

Bild: imago sportfotodienst

Aufregung in der Formel 1! Lewis Hamilton fuhr in Austin zum sechsten WM-Titel. Das war schnell Nebensache. Denn Max Verstappen warf Ferrari Betrug vor. Lewis Hamilton sieht das ähnlich.

Mercedes jubelte in Texas über den sechsten WM-Titel von Lewis Hamilton. Doch im Fahrerlager an der Strecke in Austin sorgte rasch nach der Titelentscheidung ein anderes Thema für Aufsehen.

Red-Bull-Pilot Max Verstappen, der hinter Sieger Valtteri Bottas und Weltmeister Hamilton auf Platz drei fuhr, warf Ferrari Betrug vor. In Austin gab es für Ferrari Minuten zuvor ein PS-Debakel: Sebastian Vettel rutschte rasch auf Platz sieben zurück, fiel dann mit einem technischen Gebrechen aus. Teamkollege Charles Leclerc landete am Ende nur auf dem enttäuschenden fünften Rang.

Verstappen kannte nach dem Rennen den Grund für das schwache Abschneiden und sprach Klartext: "Das bekommst du, wenn du aufhören musst, zu schummeln", meinte er gegenüber dem holländischen Sender Ziggo.

Hintergrund zu Verstappens Vorwürfen: Vor dem Rennwochenende in Austin hat der Weltverband FIA beschlossen, dass das Einspritzen von zusätzlichem Benzin in den Motor (erlaubt sind für alle Teams nur 100 Kilo pro Stunde) abseits der offiziellen Messungen verboten ist. Das soll Ferrari einiges an Leistung gekostet haben, der Vorteil auf den Geraden sei weg gewesen.

Als Verstappen auf der Pressekonferenz auf die schwache Ferrari-Performance angesprochen wurde, legte der Holländer nach: "So seltsam war das gar nicht, was glaubt ihr denn? Die Antwort kennt ihr doch."

Weltmeister Lewis Hamilton schloss sich Verstappens Verdacht an. "Sie hatten, wie aus dem Nichts, plötzlich viel mehr Power. Dieses Wochenende war definitiv anders als davor", so der Brite.

Bisher rätselte die Formel 1 über den mysteriösen Leistungsvorteil der "Scuderia". Red Bull und Verstappen glauben jetzt, den angeblich illegalen Trick mit seinem Team aufgedeckt zu haben. Aufgrund der technischen Direktive müsse Ferrari jetzt auf das Einspritzen von Extra-Sprit verzichten.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff erkannte ebenfalls einen Unterschied: "Wir haben uns die Daten angesehen. Ihre Höchstgeschwindigkeit sieht ganz anders aus als bei den letzten Rennen." Der Österreicher sagt aber auch: "Ob das an der technischen Direktive liegt, oder an etwas anderem, weiß ich nicht, da ich keinen Einblick in das habe, was Ferrari tut."

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