In den letzten Monaten und Jahren gab es bei Red Bull einen großen Aderlass. Teamchef Christian Horner, Motorsport-Konsulent Helmut Marko, Star-Designer Adrian Newey, der einstige Chefstratege Will Courtenay, Designer Rob Marshall oder Max Verstappens Rennleiter Gianpiero Lambiase, der Red Bull noch in Richtung McLaren verlassen wird, haben den Absprung vom Formel-1-Team aus unterschiedlichen Gründen gewagt – oder mussten gehen.
Gerade der Lambiase-Abgang hat aber für echte Schlagzeilen im Fahrerlager gesorgt, schließlich ist der Brite mit italienischen Wurzeln doch ein echter Verstappen-Vertrauensmann, war stets als Renningenieur an der Seite des Niederländers. Das heizte freilich auch die ohnehin kursierenden Abgangsgerüchte rund um den Vierfach-Weltmeister neu an.
Nun scheint aber Red Bull ein Transfercoup gelungen zu sein. Laut "Bild" ist der österreichisch-Britische Rennstall nämlich drauf und dran, Tom McCullough von Aston Martin loszueisen. Dort ist dieser als Performance-Direktor aktiv, bei Red Bull soll McCullough dann leitender Renningenieur werden und damit mehr und mehr Lambiases Aufgaben übernehmen. Der wechselt zwar erst für die Saison 2028 zu Konkurrent McLaren, wird aber immer weiter aus den Planungen des Teams herausgehalten.
McCullough könne Aston Martin nun mit Jahresende verlassen und sogar ohne die eigentlich übliche Pause vor einem Teamwechsel, dem sogenannten Gardening Leaf, bei den Bullen anheuern. Denn schon seit Anfang 2025 war McCullough nicht mehr für die Formel-1-Sparte bei Aston Martin verantwortlich. McCullough kann jedenfalls auf viel Erfahrung zurückblicken, er war schon für Williams und Sauber aktiv, bereits Teil des Aston-Martin-Rennstalls, als dieser noch Force India geheißen hatte.
Verstappen-Renningenieur dürfte McCoull0ough derweil aber nicht werden. Dieser Posten soll schon 2027 neu besetzt werden.