Bei eigenem Krisengipfel

Regierung auf Tauchstation: Gewessler platzt der Kragen

Anlässlich der Hitzewelle fand im Bundeskanzleramt ein Arbeitsgipfel statt. Regierungsmitglieder waren keine anwesend. Die Grünen sind empört.
Newsdesk Heute
06.08.2026, 21:22
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Österreich wird aktuell von einer Hitzewelle heimgesucht. Erst am Mittwoch wurde mit 41,2 Grad der Allzeit-Rekord geknackt. Mancherorts wird aufgrund der hohen Temperaturen das Wasser knapp, auch Bauern haben zu kämpfen, da den Kühen auf der Weide das Gras ausgeht. Zudem kämpften zuletzt Feuerwehrleute mit mehreren Waldbränden.

Aufgrund der Lage wurde am Donnerstag nun im Bundeskanzleramt ein Hitze-Gipfel einberufen. Dabei waren Vertreter aller Ministerien sowie der Regierungsberater für nationale Sicherheit und Krisenvorsorge, Peter Vorhofer. Am Ende war es auch letzterer, der vor die Pressevertreter trat. Regierungsmitglieder suchte man vergebens.

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Gewessler attackiert Regierung

Vorhofer versuchte, die Landwirte zu beruhigen. Demnach gebe es bereits Vorschläge zu Maßnahmen, die eine Entspannung nach sich ziehen sollen. Welche das konkret sind, verriet der Regierungsberater nicht. Bei der Energieversorgung sei die Lage stabil. Auch im Bildungs- und Gesundheitsbereich habe man Maßnahmen gesetzt. Aufgrund der Waldbrände mahnte Vorhofer zur Vorsicht. Man solle kein offenes Feuer anzünden, so der Berater.

Weniger entspannt sieht Grünen-Klubobfrau Leonore Gewessler die Situation. Sie zeigte sich "fassungslos". Besonders der Umstand, dass kein Regierungsmitglied zum eigenen Krisengipfel erschien, regte sie auf. "Unser Land ist ausgetrocknet – die Menschen leiden unter der Hitze, wir erleben dramatische Waldbrände, Bauern müssen ihr Vieh schlachten, weil das Futter nicht mehr reicht. Aber die Bundesregierung ist einfach abgetaucht und erscheint nicht einmal zu ihrem eigenen Krisengipfel", so die Grünen-Chefin.

"Fahrlässig und verantwortungslos"

Ihr zufolge trage die Bundesregierung in so einer Situation eigentlich eine Verantwortung. Gewessler zufolge würde niemand in der Regierung etwas wegen der Hitzekrise unternehmen. Dies sei "fahrlässig und verantwortungslos". Sie kritisierte ÖVP und SPÖ dafür, dass sie "beim Klimaschutz den Rückwärtsgang eingelegt" hätten.

Nun würde man die Folgen dieser Politik beobachten können, meinte die Grüne. "Wenn wir jetzt nichts unternehmen, wird das vielleicht der kälteste Sommer unseres restlichen Lebens sein." Laut der Grünen-Klubobfrau müsse die Regierung jetzt tätig werden und "endlich Klimaschutz umsetzen".

{title && {title} } red, {title && {title} } 06.08.2026, 21:22