Regierung geht gegen Parallelgesellschaften vor

Zu Ausschreitungen wie bei der Kurden-Demo in Wien soll es nicht mehr kommen.
Zu Ausschreitungen wie bei der Kurden-Demo in Wien soll es nicht mehr kommen.Video3
Frauen- und Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) präsentiert am Mittwoch eine Dokumentationsstelle, die radikale Ideologien aufdecken soll.

"Die Ereignisse in Favoriten sind nur die Spitze des Eisbergs", so Raap im Ö1-Morgenjournal. Darunter gebe es einen Nährboden an integrationsfeindlichem Gedankeingut. Bestimmte Vereine würden Konflikte aus dem Ausland importieren. Dagegen will die Integrationsministerin nun ankämpfen. 

Konkret soll die Dokumentationsstelle Parallelgesellschaften offenlegen. Am Mittwoch wird es ein Kick-Off-Meeting mit Experten geben. Die Hälfte des Teams kommt aus Österreich. Der Rest aus Deutschland und den USA. Raab erklärt, dass es natürlich auch Frauen im Team geben wird, gerade wegen der patriarchalischen Strukturen, gegen die man ankämpfen möchte. 

Unabhängigkeit garantiert

Die Integrationsministerin wünscht sich zudem auch eine Frau an der Spitze der Dokumentationsstelle. Wer die Leitung aber am Ende übernimmt entscheidet eine unabhängige Kommission nach einer ausführlichen Begutachtung.

"Es geht um Transparenz", betont Raab. Von daher sei es ihr wichtig, dass die Mitarbeiter keine Angestellten des Ministeriums seien. Zwar wird das Projekt davon gefördert und die Ziele werden von der Integrationsministerin vorgegeben, die Ergebnisse sind aber offen. Die Unabhängigkeit der Stelle sei garantiert.

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