Es war eine Ankündigung, die für große Aufregung sorgte: Als Teil des Sparplans gab das Land Salzburg bekannt, den Pflegebonus einzustampfen. Dieser stammt eigentlich aus Mitteln des Bundes, soll die harte Arbeit im Gesundheitsbereich abgelten und beträgt rund 130 Euro pro Monat.
Alle anderen Bundesländer distanzierten sich davon, nur Salzburg blieb hart. Das Land versprach sich davon eine Einsparung von 10 Millionen Euro pro Jahr – bei einem Gesamtbudget von 4.400 Millionen Euro.
"Es ist dreist, wie die Landespolitik agiert. Während von Bundesseite weiterhin Millionen für die Auszahlung des Bonus überwiesen werden, plant die Landesregierung, sich das Geld einzusacken, um das marode Budget zu sanieren", reagierte AK-Präsident Peter Eder.
Zwei Monate und anhaltende Proteste später machte die Regierung einen halben Schritt zurück. Der Bonus werde bis Juli, wenn die Gehaltserhöhung im Öffentlichen Dienst greift, ausgesetzt. Trotzdem verhandelten die Sozialpartner hinter den Kulissen weiter – und konnten jetzt einen Durchbruch erzielen.
Wie per Aussendung verkündet wird, bleibt der Pflegebonus jetzt doch.
Einziges Problem: Bundesweit läuft die Maßnahme 2028 aus. "Darüber hinaus ist die Bundesregierung gefordert: Sie muss weiterführende Lösungen finden – im Sinne der Beschäftigten in den Gesundheitsberufen, die mit einer stetig steigenden Arbeitsbelastung konfrontiert sind. Wir stehen jedenfalls für Gespräche zur Verfügung", betont Reinhard Waldhör, Vorsitzender der GÖD-Gesundheitsgewerkschaft.
"Wir wollen den Pflegebonus gemeinsam sichern und ihn bestenfalls mit einer nachhaltigen Lösung über 2028 hinaus beibehalten. In einem konstruktiven und offenen Dialog konnten wir den Weiterbestand des Pflegebonus für die Pflegekräfte in Salzburg fixieren – ein wichtiger Schritt, denn Pflege ist Daseinsvorsorge und daher im Interesse aller", sagt Gertraud Salzmann, Vorsitzende der GÖD Salzburg.