Regierung verbannt Pyro-Technik aus den Stadien

Kommende Woche werden Bengalen und Leuchtfeuer von Sportveranstaltungen verbannt. Die Ausnahmegenehmigungen werden aufgehoben.
Schlechte Nachrichten für Fans der Pyro-Technik! Den Leuchtfeuern und Rauchtöpfen bei Sportveranstaltungen geht es an den Kragen. Das Innenministerium stoppt die Ausnahmegenehmigungen für Fußball-Spiele und Ski-Rennen.

In der kommenden Woche wird Peter Goldgruber, Generalsekretär im Innenministerium, einen Erlass herausgeben, der die bengalischen Feuer aus den Stadien verbannt. Die Sonderregelung für die umstrittenen Pyro-Gegenstände wird aufgehoben.

Karl Mahrer, ÖVP-Polizeisprecher im Parlament, argumentiert den Schritt: "Die Pyro-Fackeln produzieren giftige Verbrennungserzeugnisse, einschließlich Schwefeloxide, Stickstoff und solide Metalloxide", sagt Mahrer gegenüber dem Kurier. Auch von "krebserregenden Folgen" ist die Rede.

Die Ausnahmegenehmigung gibt es weiterhin, aber nicht mehr für Fußball-Spiele und Ski-Rennen, sondern nur mehr für besondere Anlässe. "Ein Fußball-Spiel ist nichts Besonderes", lässt auch Christoph Pölzl, Sprecher von Innenminister Herbert Kickl (FPÖ), ausrichten. "Bei einer Ski-WM kann man darüber reden. Wenn Rapid Meister wird, dann wird es so etwas schon geben. Aber das wird nun sehr restriktiv ausgelegt", so Pölzl weiter.

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Bei den großen Wiener Vereinen stößt das Verbot auf sehr wenig Gegenliebe. Austria-Vorstand Markus Kraetschmer meint im Kurier: "Das ist Teil der Fankultur, und es ist besser, das zu kontrollieren als es zu verbieten."

Auch Rapid-Geschäftsführer Christoph Peschek ist sauer: "Es ist in all den Jahren bei dem aktuell praktizierten, legalen Einsatz von Pyrotechnik bei uns kein Verwender zu Schaden gekommen. Diese Initiative würde keine Probleme lösen, sondern künstlich neue schaffen."

"Es kann kein Polizei-Experte Verbannung von Pyrotechnik garantieren. Selbst bei der EM 2016 wurden Bengalen gezündet. Bilder von Vermummten gibt es beim Einsatz verbotener Pyro-Technik und der damit verbundenen Kriminalisierung", so Peschek.

Nicht nur Fußball-Spiele sind betroffen, Pyro-Technik wird auch bei den Ski-Klassikern in Kitzbühel und Schladming ab sofort verboten. (Heute Sport)

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