So funktioniert's

Regnet es im Urlaub, kriegst du Hunderte Euro zurück

Ein neues Startup will die Sorge vor schlechtem Wetter im Urlaub nehmen: Regnet es eine bestimmte Dauer, gibt es bares Geld zurück.
Leo Stempfl
18.01.2026, 18:39
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Von Regen haben wir in Österreich mehr als genug, die Winter sind lang und kalt, selbst noch im April ist Schnee nichts Ungewöhnliches. Im Urlaub soll es deshalb vorrangig eines sein: warm und trocken. Nicht umsonst zieht es uns im Sommer nach Italien, Kroatien oder Spanien, im Winter vielleicht sogar nach Thailand oder auf die Malediven.

Um so ärgerlicher, wenn es dann in der eigentlich sonnigen Urlaubsregion regnet – vielleicht sogar mehrere Tage am Stück. Statt an den Strand zu gehen oder in den idyllischen Städtchen zu flanieren, sind Urlauber dann in ihrem kleinen Zimmer "gefangen".

So funktioniert die Versicherung

Genau dagegen kann man sich jetzt aber versichern lassen. Möglich macht das ein deutsches Startup namens "WeatherPromise", also das Wetter-Versprechen. Und das lautet so: Regnet es im Buchungszeitraum an einer gewissen Anzahl der Tage einen bestimmten Zeitraum lang, gibt es Geld zurück. Je höher die abgesicherten Kosten sein sollen, desto mehr kostet auch die Versicherung.

Einige Beispiele, um die Preisstruktur zu verdeutlichen: Wer im Februar eine Woche auf Mallorca verbringt und 500 Euro absichern lässt, muss im Voraus 29,75 Euro zahlen und bekommt 500 Euro zurücküberwiesen, wenn es an 2 von 7 Tagen von 8 bis 20 Uhr mindestens drei Stunden pro Tag regnet. Wer zwei Wochen auf Phuket (Thailand) Urlaub macht und 2.000 Euro versichern lässt, zahlt 158,58 Euro und bekommt das Geld zurück, wenn es an 5 von 14 Tagen mindestens vier Stunden lang regnet. Der Preis steigt, je näher deine Reise rückt.

2,5 Millionen Standorte versicherbar

Die Auszahlung soll völlig automatisch und innerhalb von nur zwei Werktagen funktionieren. Das Unternehmen greift dabei auf eine Vielzahl offizieller Wetterdaten an 2,5 Millionen Standorten zurück (NASA, NOAA, ECMWF, Deutscher Wetterdienst, UK Met Office und die japanische Raumfahrtbehörde JAXA). Als Regen zählt mindestens 1 Liter pro Quadratmeter Niederschlag.

Mittlerweile ist die Versicherung nicht nur über Partneragenturen wie "Ab in den Urlaub", sondern auch direkt auf der Website möglich. In Zukunft soll auch extreme Hitze versicherbar sein. Erst am Dienstag konnte das Unternehmen eine weitere Finanzierung über 12,8 Millionen US-Dollar aufstellen.

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