Einfach Koffer packen und weg – wie gut klingt das! Die vielen gesundheitlichen Vorteile des Urlaubens sind seit Langem bekannt. Laut einer kürzlich im Journal of Applied Psychology veröffentlichten Studie gibt es jedoch Auswirkungen auf die geistige und körperliche Gesundheit, die schneller eintreten als bisher angenommen. Wie oft und wie lange sollten Menschen also ihre Koffer packen und in ein Flugzeug steigen, um die mentalen und körperlichen Vorteile zu spüren?
Eine Studie ergab, dass Urlauber, die neun Jahre in Folge einmal jährlich verreisten, ihre Lebenserwartung um etwa 20 % erhöhten. Dieselben Personen reduzierten zudem ihr Risiko, an Herzerkrankungen zu sterben, um 30 %.
Diese Formel – ein Urlaub pro Jahr – senkt außerdem den Blutdruck, den Blutzuckerspiegel und hält den Cholesterin- und Triglyceridspiegel im Gleichgewicht – alles Faktoren, die, wenn sie ignoriert werden, zu ernsthaften Herzerkrankungen führen können.
Untersuchungen von Brooks B. Gump, Professor für öffentliche Gesundheit an der Syracuse University, und seinen Kollegen ergaben, dass Urlauber insgesamt ihr metabolisches Syndrom – eine Ansammlung von Faktoren, die zu Herzkrankheiten, Schlaganfall und Typ-2-Diabetes beitragen können – um 25 % reduzieren.
Studien zufolge ist eine Woche Urlaub ideal, aber auch kurze Auszeiten haben positive Auswirkungen auf die Gesundheit. Untersuchungen zeigen, dass etwa sieben Urlaube pro Jahr, auch wenn sie nur kurz sind, Stress deutlich reduzieren, den Schlaf verbessern, die Stimmung heben, die Produktivität steigern und Burnout vorbeugen, indem sie für regelmäßige mentale Erholung sorgen. Häufige Auszeiten wirken sich positiv auf den Cortisolspiegel aus und erhöhen die Lebenszufriedenheit. Diese Ergebnisse unterstreichen, dass häufiges Reisen nicht nur ein Luxus, sondern eine wichtige Voraussetzung für die psychische Gesundheit ist. Die positiven Effekte lassen oft nach zwei bis vier Wochen nach, sodass regelmäßige Kurztrips effektiver sind als ein einziger langer Urlaub.